Ukraine: Aktuelle Informationen

21. November 2022

In der Ukraine herrscht Krieg. Die weitere Entwicklung ist ungewiss. Mehrere Millionen Menschen wurden bereits zur Flucht gezwungen. Erfahren Sie hier mehr zu den aktuellen Entwicklungen, zu wichtigen Informationen f├╝r Schutzsuchende sowie dem Gastfamilienprojekt f├╝r ukrainische Gefl├╝chtete in der Schweiz.

Die Anzahl gefl├╝chteter Ukrainer*innen in ihre Nachbarl├Ąnder wird hier regelm├Ąssig vom UNHCR aktualisiert. 

21.11.2022. Laut BBC, die eine Erkl├Ąrung des ukrainischen Pr├Ąsidenten wiedergibt, sind nach dem j├╝ngsten Raketenbeschuss durch die russische Armee zehn Millionen Menschen ohne Energie. Nach Ansicht des Regionaldirektors f├╝r Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Dr. Kluge, leidet das ukrainische Gesundheitssystem am st├Ąrksten unter den Stromausf├Ąllen und der Treibstoffknappheit. Nach Einsch├Ątzung der WHO m├╝ssten weitere zwei bis drei Millionen Menschen aufgrund der K├Ąlte ihre H├Ąuser verlassen. Dazu kommt die Gefahr durch Krankheiten: Viele k├Ânnten mit COVID-19, Lungenentz├╝ndungen, Grippe, Diphtherie oder Masern konfrontiert werden. Die WHO hat seit Beginn des Krieges 703 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen verifiziert, die gegen das humanit├Ąre V├Âlkerrecht verstossen.

Viele Haushalte, die keinen Strom haben, werden gezwungen sein, Holzkohle oder Holz, Dieselgeneratoren oder elektrische Heizungen zu verwenden. Diese Methoden w├╝rden erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen. Die Menschen w├╝rden mit giftigen Substanzen in Ber├╝hrung kommen. Zudem sei das Unfallrisiko erheblich.

Dar├╝ber hinaus sch├Ątzt die WHO, dass etwa zehn Millionen Menschen Gefahr laufen, an psychischen St├Ârungen wie akutem Stress, Angstzust├Ąnden, Depressionen, Drogenmissbrauch und posttraumatischem Stresssyndrom zu erkranken.

Dr. Kluge betont die Wichtigkeit von humanit├Ąren Gesundheitskorridore in allen neu zur├╝ckeroberten und besetzten Gebieten zu er├Âffnen. 

10.11.2022: Laut Amnesty International haben sich die russischen und von Russland kontrollierten Beh├Ârden dem Begehen von Kriegsverbrechen und wahrscheinlich auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht, indem sie ukrainische Zivilist*innen illegal nach Russland oder in andere von Russland besetzte Gebiete der Ukraine verbracht haben. Im Bericht, der sich auf die Aussagen von 88 Personen st├╝tzt, von denen die meisten Opfer dieser illegalen Transfers waren, berichtet AI auch, dass Zivilist*innen gezwungen worden seien, sich missbr├Ąuchlichen Auswahlprozessen ┬şzu unterziehen, die in einigen F├Ąllen zu willk├╝rlichen Inhaftierungen, Folter und anderen Misshandlungen f├╝hrten. Einige dieser Zivilist*innen wurden von ihren Kindern getrennt.

Hier finden Sie die vollst├Ąndige Dokumentation zur Entwicklung in der Ukraine ab dem 22.02.2022. 

Weitere Informationen

Auf den folgenden Seiten finden Sie detaillierte Informationen f├╝r Schutzsuchende aus der Ukraine, zum Gastfamilienprojekt, zu lokalen Unterst├╝tzungsm├Âglichkeiten sowie den politischen Forderungen der SFH.

Die Situation in der Ukraine ist dramatisch, mehrere Millionen Menschen sind bereits vertrieben worden. Auf unserer L├Ąnderseite finden Sie weitere Hintergrundinformationen und die Forderungen der SFH.

Hilfe f├╝r ukrainische Gefl├╝chtete leisten

Hier erfahren Sie, wie Sie ukrainischen Gefl├╝chteten, die in der Schweiz angekommen sind, helfen k├Ânnen. Sie k├Ânnen private Unterk├╝nfte anbieten und Gastfamilie werden oder sich als Freiwillige einer lokalen Gruppe anschliessen. Auf der Seite ┬źCommunity Building┬╗ finden Sie Informationen zu Unterst├╝tzungsm├Âglichkeiten f├╝r Freiwillige und Freiwilligenarbeit durch die SFH.

Helfen Sie mit Ihrer Spende. Sie unterst├╝tzen damit unter anderem den Aufbau des Gast-familienprojekts zur Unterbringung ukrainischer Gefl├╝chteter.