Ukraine: Aktuelle Informationen

03. August 2023

In der Ukraine herrscht Krieg. Die weitere Entwicklung ist ungewiss. Mehrere Millionen Menschen wurden bereits zur Flucht gezwungen. Erfahren Sie hier mehr zu den aktuellen Entwicklungen, zu wichtigen Informationen f├╝r Schutzsuchende sowie zum Gastfamilienprojekt f├╝r ukrainische Gefl├╝chtete in der Schweiz.

Die Anzahl gefl├╝chteter Ukrainer*innen in ihre Nachbarl├Ąnder wird hier regelm├Ąssig vom UNHCR aktualisiert. 

03.08.2023: Wie der Guardian berichtet, haben Forscher des humanit├Ąren Forschungslabors der Yale School of Public Health festgestellt, dass die Bewohner der besetzten Gebiete von Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja Zielscheibe systematischer Bem├╝hungen der pro-russischen Beh├Ârden sind, sie ihrer ukrainischen Identit├Ąt zu berauben, indem sie unter Androhung von Vergeltungsmassnahmen gezwungen werden, die russische Staatsangeh├Ârigkeit anzunehmen. Diejenigen, die dies nicht tun, m├╝ssen mit Drohungen, Einsch├╝chterungen oder Einschr├Ąnkungen beim Zugang zu lebensnotwendigen G├╝tern und humanit├Ąrer Hilfe rechnen. Laut Moskau wurden seit Oktober 2022 in den besetzten ukrainischen Gebieten 1,5 Millionen russische Reisep├Ąsse ausgestellt. Den Verfassern des Berichts zufolge stellen die von Russland ergriffenen Massnahmen Kriegsverbrechen dar und das V├Âlkergewohnheitsrecht verbietet die Auferlegung einer Staatsb├╝rgerschaft ohne Zustimmung der Betroffenen oder unter Zwang.

27.06.2023: In seinem j├╝ngsten Bericht ├╝ber die Inhaftierung von Zivilisten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine stellt das UN-Hochkommissariat f├╝r Menschenrechte (OHCHR) fest, dass Russland seit Beginn des Krieges 864 Personen (763 M├Ąnner, 94 Frauen und 7 Jungen) willk├╝rlich inhaftiert hat. Eine erhebliche Anzahl dieser willk├╝rlichen Inhaftierungen erfolgte w├Ąhrend sogenannter "Screening"-Operationen in den besetzten Gebieten, die nach Ansicht des OHCHR gegen das humanit├Ąre V├Âlkerrecht und die internationalen Menschenrechtsbestimmungen verstossen und in einigen F├Ąllen dem Verschwindenlassen gleichkamen. Mindestens 260 Zivilisten wurden von Russland auch aufgrund ihrer angeblichen politischen Ansichten inhaftiert. In etwa einem Viertel der Inhaftierungsf├Ąllen wurden die Personen illegal an andere Orte im besetzten Gebiet gebracht oder sogar nach Russland deportiert. Die ├╝berw├Ąltigende Mehrheit der Inhaftierten gab an, Folter und Misshandlungen, einschliesslich sexueller Gewalt, ausgesetzt gewesen zu sein. Mindestens 77 Zivilisten wurden Opfer aussergerichtlicher Hinrichtungen. Dem Bericht des OHCHR zufolge haben die ukrainischen Sicherheitskr├Ąfte mindestens 75 Personen (57 M├Ąnner, 17 Frauen und 1 Junge) willk├╝rlich inhaftiert, die meisten von ihnen wurden verd├Ąchtigt, Straftaten im Zusammenhang mit dem Konflikt begangen zu haben. Die ukrainischen Sicherheitskr├Ąfte h├Ątten ebenfalls inoffizielle Haftorte genutzt und eine Reihe von H├Ąftlingen Folter und Misshandlung ausgesetzt. W├Ąhrend die ukrainischen Beh├Ârden dem OHCHR vertraulichen und nahezu vollst├Ąndigen Zugang zu inhaftierten Zivilisten gew├Ąhrten, hat die Russische F├Âderation dem OHCHR nach Angaben des OHCHR keinen Zugang gestattet.

Hier finden Sie die vollst├Ąndige Dokumentation zur Entwicklung in der Ukraine ab 22.02.2022 bis 03.08.2023. Dieser Newsticker wurde eingestellt.

Weitere Informationen

Sehr viele Menschen aus der Ukraine sind bereits in der Schweiz eingetroffen. Auf der folgenden Seite finden Sie detaillierte Informationen f├╝r Schutzsuchende.

Die Situation in der Ukraine ist dramatisch, mehrere Millionen Menschen sind bereits vertrieben worden. Auf unserer L├Ąnderseite finden Sie weitere Hintergrundinformationen und die Forderungen der SFH.

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Hilfe f├╝r ukrainische Gefl├╝chtete leisten

Hier erfahren Sie, wie Sie ukrainischen Gefl├╝chteten, die in der Schweiz angekommen sind, helfen k├Ânnen. Sie k├Ânnen private Unterk├╝nfte anbieten und Gastfamilie werden oder sich als Freiwillige engagieren.