Als Fachorganisation und Dachverband der im Bereich Flucht, Asyl und Integration tätigen Hilfswerke und Organisationen nehmen wir aktiv an der öffentlichen Debatte teil und bringen unsere rechtlichen sowie politischen Forderungen in den Gesetzgebungsprozess ein.
NEIN zur 10-Millionen-Initiative der SVP
Das Wichtigste in Kürze
Die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)», über die am 14. Juni 2026 abgestimmt wird, fordert eine starre Obergrenze von zehn Millionen Einwohne rinnen und Einwohnern bis 2050 – und danach einen faktischen Zuwanderungsstopp. Damit macht die SVP die Zuwanderung pauschal zur Hauptverursacherin von Umweltbelastung, Verkehrsproblemen, steigenden Mieten und Engpässen im Gesundheitswesen, in der Bildung und bei der Stromversorgung.
Im Kern ist die Initiative jedoch ein Frontalangriff auf die Personenfreizügigkeit mit Europa. Sobald die Grenze von zehn Millionen erreicht wäre, müsste die Personenfreizügigkeit gemäss Initiativtext gekündigt werden. Das hätte weitreichende Konsequenzen: Der Zugang zu dringend benötigten Fachkräften aus Europa würde massiv eingeschränkt – mit direkten negativen Folgen für Wirtschaft, Innovation und Wohlstand in der Schweiz.
Die SFH sagt dezidiert NEIN zur Chaos-Initiative, weil sie:
… geflüchtete Menschen pauschal und unbegründet zu Sündenböcken macht und ihnen die Verantwortung für Bevölkerungswachstum, Umweltprobleme, steigende Mieten und Sozialausgaben zuschiebt. Dabei machten Geflüchtete 2025 – trotz Krieg in Europa – nur rund 2,5 % der ständigen Wohnbevölkerung aus.
… gezielt fremdenfeindliche Stimmung schürt und gegen Menschen hetzt, die vor Krieg, Terror und Verfolgung fliehen. Die Initiative spaltet die Gesellschaft und gefährdet den Zusammenhalt in der Schweiz, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft friedlich zusammenleben.
… fundamentale Grundsätze des humanitären Völkerrechts untergräbt. Sie würde die Schweiz faktisch dazu zwingen, aus zentralen internationalen Abkommen wie der Euro päischen Menschenrechtskonvention, der Genfer Flüchtlingskonvention und der UNO Kinderrechtskonvention auszutreten – und sich damit aus der bewährten internationa len Ordnung zu verabschieden, die Frieden und Freiheit schützt.
Weitere Argumente und ausführlichere Informationen finden Sie im PDF

