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Medienmitteilungen
Syrien: SFH begrüsst Wiederaufnahme der Asylentscheide, hält Wegweisungen für unzumutbar
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) begrüsst, dass der Bund wieder über syrische Asylgesuche entscheidet. Nach 16 Monaten Sistierung fordert sie nun rasche und grosszügige Entscheide, insbesondere für Angehörige von Minderheiten. Gleichzeitig warnt die SFH vor Wegweisungen nach Syrien. Krieg, Gewalt und die prekäre humanitäre Lage machen Rückführungen weiterhin unzumutbar.
17 April 2026
SFH lehnt die Auslagerung von Asylverfahren und Wegweisungen grundsätzlich ab
Der Bundesrat betont in einem heute publizierten Bericht die enormen Hürden und Probleme bei der Auslagerung von Asylverfahren und Wegweisungen in Drittstaaten. Eine Beteiligung an entsprechenden Projekten schliesst er trotzdem nicht aus. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) kritisiert dies. Sie lehnt jegliche Form der Externalisierung ab.
15 April 2026
Die Schweiz hält zusammen - NEIN zur Chaos-Initiative
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) startet heute ihre Nein-Kampagne gegen die 10-Millionen-Chaos-Initiative. Die SVP setzt damit auf Hetze, spaltet die Gesellschaft und gefährdet die internationale Zusammenarbeit. Die Initiative führt auf allen Ebenen zu Chaos – auch im Asylbereich. Dabei wären in diesen unsicheren Zeiten Menschlichkeit, Einigkeit mit Europa und globale Regeln zentral. Die SFH lehnt die Initiative daher entschieden ab.
07 April 2026
Die Rechte der Kinder müssen unter allen Umständen Vorrang haben
Die Schweiz setzt ihre Verpflichtungen aus der UNO-Kinderrechtskonvention im Asyl- und Ausländerrecht noch nicht genügend um. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) begrüsst daher, dass der Bundesrat den Handlungsbedarf im Umgang mit schutzsuchenden Kindern anerkennt. Nun braucht es rasche Verbesserungen, aber auch ein konsequentes Umdenken bei allen beteiligten Akteuren. In ihrem neuen Positionspapier zum besonderen Schutzbedarf von Minderjährigen im Asylbereich fordert die SFH deshalb: Das Wohl des Kindes muss stets Vorrang haben – Kinderrecht vor Migrationsrecht.
01 April 2026
4 Jahre Ukraine-Krieg: Es braucht eine nachhaltige Lösung für Geflüchtete in der Schweiz
Seit dem russischen Überfall am 24. Februar 2022 tobt der Krieg in der Ukraine – ein Ende ist nicht in Sicht. Für Geflüchtete aus der Ukraine ist daher eine sichere Rückkehr aus der Schweiz in die Heimat nach wie vor nicht möglich. Deshalb braucht es für sie nun aus Sicht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) eine nachhaltige Lösung und nach fünf Jahren Aufenthalt in der Schweiz eine möglichst sichere und stabile Bleibeperspektive.
24 Februar 2026
SFH kritisiert Reiseverbot für Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene
Der Bundesrat hat Änderungen in mehreren Verordnungen vorgeschlagen, um ein vom Parlament beschlossenes Reiserverbot für Schutzsuchende und vorläufig Aufgenommene zu konkretisieren. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) kritisiert das Reiseverbot scharf: Es bedeutet massive und unnötige Einschränkungen grundlegender Rechte und verstärkt bestehende Ungleichbehandlungen. In ihrer heute eingereichten Vernehmlassungsantwort fordert die SFH Anpassungen, die den realen Lebenssituationen von Geflüchteten Rechnung tragen. Die SFH bekräftigt ausserdem ihre Forderung nach einem einheitlichen humanitären Schutzstatus für alle Kriegsvertriebenen.
05 Februar 2026
Entlastungspaket 27 droht Integrationspolitik zurückzuwerfen
Morgen behandelt der Ständerat das vom Bundesrat vorgeschlagene Entlastungspaket 27, das insbesondere den Asylbereich massiv betrifft. Die finanziell bedeutendste Einsparung soll durch eine Verkürzung der maximalen Abgeltungsdauer der Globalpauschale auf fünf Jahre erzielt werden. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) kritisiert diesen Vorschlag scharf, da er keine echten Einsparungen bringt, sondern lediglich Kosten auf die Kantone und Gemeinden verschiebt und damit die nachhaltige Integration von Geflüchteten gefährdet. Die SFH fordert den Ständerat daher auf, das Entlastungspaket in dieser Form abzulehnen.
16 Dezember 2025
Klares NEIN zur radikalen SVP-Initiative
Der Bundesrat lehnt die «Grenzschutzinitiative» der SVP ohne Gegenvorschlag ab. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) ist erfreut über diesen klaren Entscheid: Auch sie sagt entschieden NEIN zur äusserst radikalen Initiative, mit der die SVP auf den Bruch mit zwingendem Völkerrecht zielt, das Schweizer Asylrecht weitgehend abschaffen und den Schutz von kriegsvertriebenen Menschen aufheben will. Sie ist ein Frontalangriff auf den Flüchtlingsschutz und forciert den Bruch mit der Genfer Flüchtlings- und der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie das Ende der Zusammenarbeit mit der EU im Asylbereich. Die SFH wird die Initiative daher entschieden bekämpfen.
12 Dezember 2025
Gemeinsame Charta für die Stärkung des Rechtsschutzes im Asylverfahren
Sechs Jahre nach Einführung des neuen Asylverfahrens legen 13 Organisationen erstmals gemeinsame Leitlinien für die Arbeit des Rechtsschutzes fest. Die von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) initiierte Charta soll den Rechtsschutz im Asylverfahren nachhaltig stärken.
02 Dezember 2025
SFH kritisiert blinde Flecken der Asylstrategie 2027
Eine gute Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Gemeinden ist die wichtigste Voraussetzung für ein gut funktionierendes Asylwesen. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) begrüsst daher die im Mandat für die Asylstrategie 2027 enthaltene klare Zustimmung zur Verbundaufgabe sowie das Bekenntnis zum internationalen Flüchtlingsschutz und zum integrationsorientierten Ansatz. Auch begrüsst sie, dass die Schwankungstauglichkeit verbessert, das veraltete Notfallkonzept aktualisiert und das Aufhebungskonzept für den Status S angepasst werden sollen. Gleichzeitig kritisiert sie den starken Fokus auf Abwehr und Defensive: Der Zugang zum Asylverfahren soll erschwert, die Verfahren weiter beschleunigt und die Wegweisung strikter vollzogen werden. Die Asylstrategie 2027 sollte aus Sicht der SFH stärker auch auf den Flüchtlingsschutz setzen, etwa bei der Rechtsungleichheit zwischen Flüchtlingsgruppen und dem erodierenden Schutz der Kriegsvertriebenen. Die irreguläre Migration sollte zudem nicht ausschliesslich als Problem, sondern im Kontext des Arbeitskräftemangels auch als Chance wahrgenommen werden.
28 November 2025









