Griechenland

Griechenland

Die Situation in den Fl├╝chtlingslagern auf den griechischen Inseln ist menschenunw├╝rdig. Ein funktionierendes Schutzsystem existiert nicht.

Situation f├╝r Asylsuchende in Griechenland

Die Aufnahmebedingungen in Griechenland sind sehr prek├Ąr, Tausende verharren auf den Inseln, auch auf dem Festland reicht die Anzahl an Unterbringungspl├Ątzen bei Weitem nicht aus. Das Land steht nach wie vor unter grossem Druck. Die griechischen Beh├Ârden sind unterbesetzt und ├╝berfordert, die Verfahren dauern extrem lange.

EU-T├╝rkei-Deal

Um die Balkanroute zu schliessen, ging die EU im M├Ąrz 2016 einen zweifelhaften Deal mit dem autorit├Ąren t├╝rkischen Pr├Ąsidenten Recep Tayyip Erdo─čan ein: Gefl├╝chtete, die aus der T├╝rkei nach Griechenland gelangen, werden zur├╝ck in die T├╝rkei abgeschoben. Im Gegenzug sollen die EU-Staaten f├╝r jeden syrischen Abgeschobenen einen syrischen Fl├╝chtling aus der T├╝rkei auf legalen Wegen aufnehmen. Die Umsetzung des Deals f├╝hrt seither zum permanenten Ausnahmezustand in der ├äg├Ąis. Die Lager auf den griechischen Inseln sind faktisch zu Gef├Ąngnissen geworden, in denen Tausende Schutzsuchende unter prek├Ąrsten Bedingungen ausharren m├╝ssen.

Was wir fordern

  • Die europ├Ąischen Initiativen, das griechische Asylsystem zu entlasten, waren bislang nur beschr├Ąnkt erfolgreich. Die Forderung der EU-Kommission zur Wiedereinf├╝hrung von Dublin-R├╝ckf├╝hrungen nach Griechenland kommt klar zu fr├╝h. Sie ist als Auswirkung von politischem Druck zu werten und tr├Ągt weder den Anstrengungen der griechischen Beh├Ârden Rechnung, noch dem Druck, unter dem sie stehen. Vor dem Hintergrund der ├ťberlastung des griechischen Aufnahmesystems k├Ânnen allf├Ąllige ├ťberstellungen bis auf weiteres als nicht kompatibel mit den v├Âlkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz gesehen werden. Die Wiederaufnahme von ├ťberstellungen nach Griechenland unter der Dublin-Verordnung lehnen wir aus diesen Gr├╝nden ab.
  • Der EU-T├╝rkei-Deal muss beendet werden. Das Experiment auf Kosten von Menschenleben und Menschenw├╝rde ist gescheitert. Die T├╝rkei ist kein sicherer Drittstaat. Die Menschen m├╝ssen von den Inseln evakuiert und menschenw├╝rdig untergebracht werden. Dabei m├╝ssen die europ├Ąischen Staaten Griechenland unterst├╝tzen. Auch die Schweiz soll sich beteiligen und Asylsuchende aufnehmen. 

Vor Ort

PRO ASYL/ Refugee Support Aegean RSA setzt sich f├╝r die Rechte von Gefl├╝chteten in Griechenland ein und leistet notfalls unmittelbare humanit├Ąre Hilfe. Wir unterst├╝tzen diese wertvolle Arbeit.

Folgende Dokumentationen von Refugee Support Aegean zeigen die Situation von Personen auf, die nach Griechenland ├╝berstellt wurden: