15 europĂ€ische Staaten haben sich bereit erklĂ€rt, rund 40â000 afghanische FlĂŒchtlinge aufzunehmen. Laut EU-Innenkommissarin Ylva Johansson werden die FlĂŒchtlinge im Rahmen des Resettlement oder der humanitĂ€rer Aufnahme zusĂ€tzlich zu den bestehenden Kontingenten in Europa Schutz erhalten.
Die SFH fordert, dass auch die Schweiz sich daran beteiligt und ein zusĂ€tzliches Kontingent an Resettlement-PlĂ€tzen zur VerfĂŒgung stellt.
Der Bundesrat hat stets betont, dass Resettlement von Afghan*innen nur im Rahmen einer international koordinierten Aktion erfolgen kann. Diese Voraussetzung ist nun gegeben. Aus Sicht der SFH sollte die Schweiz jetzt handeln.
Der Bundesrat soll in Konsultation mit Kantonen, Gemeinden und StĂ€dten die Aufnahme eines substantiellen Kontingentes an Resettlement-FlĂŒchtlingen beschliessen. Die Aufnahme sollte als sofortige Massnahme fĂŒr die humanitĂ€re Notlage in Afghanistan zusĂ€tzlich zu den bereits bestehenden Kontingenten beschlossen und in Zusammenarbeit mit dem UNHCR umgesetzt werden.
Die humanitĂ€re Lage in Afghanistan hat sich nach der MachtĂŒbernahme der Taliban Mitte August dramatisch verschĂ€rft. Laut UN Angaben hat mehr als die HĂ€lfte der Bevölkerung nicht ausreichend zu essen, insbesondere Kinder sind von Hunger bedroht. Aus Furcht vor Vergeltungsmassnahmen der Taliban halten sich viele Menschen versteckt und verlassen das Land.
Der Bedarf an Resettlement von Afghan*innen nimmt zu. Laut UNHCR wurden seit Jahresbeginn fast 100'000 zusĂ€tzliche afghanische FlĂŒchtlinge in den NachbarlĂ€ndern offiziell registriert. Das UNHCR schĂ€tzt, dass tĂ€glich zwischen 4000 und 5000 Afghan*innen mit Hilfe von Schmugglern die Grenze in den Iran ĂŒberqueren.

Eliane Engeler
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