Bessere Chancen f├╝r vorl├Ąufige Aufgenommene

Bessere Chancen f├╝r vorl├Ąufige Aufgenommene

16. Dezember 2016

Die Schweizerische Fl├╝chtlingshilfe SFH nimmt mit Erleichterung von den besseren Rahmenbedingungen f├╝r die Arbeitsintegration von Fl├╝chtlingen und vorl├Ąufig Aufgenommen Personen zur Kenntnis. Das Parlament verbessert mit der Annahme des Ausl├Ąnder- und Integrationsgesetzes die Arbeitsm├Âglichkeiten von Menschen, die in der Schweiz eine vorl├Ąufige Aufnahme erhalten haben.

Mit der Abschaffung der Sondersteuer von 10 Prozent auf den ohnehin tiefen L├Âhnen und der Abschaffung der Bewilligungspflicht f├╝r die Arbeitsaufnahme werden alte Forderungen der SFH  endlich umgesetzt. ÔÇ×Sie verbessern die Chancen f├╝r eine schnellere und nachhaltigere Arbeitsintegration von Menschen, die jahrelang in der Schweiz bleiben m├╝ssen.ÔÇť stellt Miriam Behrens, Direktorin der SFH, fest.

Unbefriedigender Status bleibt
Mit der vorl├Ąufigen Aufnahme werden aktuell vor allem Menschen gesch├╝tzt, die wegen B├╝rgerkriegen, allgemeiner Gewalt sowie fortgesetzter Verletzung der Menschenrechte oder aufgrund schwerwiegender gesundheitlicher Beeintr├Ąchtigungen nicht in ihre Herkunftsl├Ąnder und zu ihren Familien zur├╝ckkehren k├Ânnen. Der Schutzbedarf von vorl├Ąufig aufgenommenen Personen entspricht in der Regel demjenigen von Fl├╝chtlingen, sie  bleiben daher zumeist auch dauerhaft in der Schweiz.

Trotz der von der Integrationsdiskussion herbeigef├╝hrten Verbesserungen, bleibt aus der Sicht der SFH noch vieles zu verbessern. Bez├╝glich der Arbeitsintegration fehlt ein koh├Ąrentes Vorgehen bei der F├Ârderung von Sprache und Bildung, die b├╝rokratischen H├╝rden f├╝r einen Kantonswechsel bleiben bestehen. Ausserdem fehlt aus der Sicht der SFH nach wie vor die Reisefreiheit. Der stark erschwerte Familiennachzug ist ein weiteres menschenrechtswidriges Integrationshindernis.

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