Solidarität mit Flüchtlingen

    Arbeitsintegration
    Asylsuchende dürfen in den ersten drei Monaten nicht arbeiten. Aber auch danach finden Asylsuchende, vorläufig Aufgenommene und anerkannte Flüchtlinge kaum Arbeit, denn für die Arbeitgebenden sind die administrativen Hürden oft zu hoch.

    Die Unterstützung der Zivilbevölkerung ist massgeblich
    Nach einer zehn Jahre dauernden Flucht vor dem Genozid in Ruanda kam Joséphine Niyikiza 2004 in die Schweiz. Heute arbeitet sie als ausgebildete Fachfrau Gesundheit bei der Stiftung Rajovita in Jona und sensibilisiert an SFH-Bildungsanlässen mit ihrer Fluchtgeschichte Schülerinnen und Schüler. Sieben Jahre war sie nur vorläufig aufgenommen. Steinig und lang war deshalb der Weg bis zu ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit.

    Die libysche Küstenwache – ein Mythos für das Gewissen
    Um die Migration über das Mittelmeer zu bekämpfen, strebt die Europäische Union (EU) eine Kooperation mit Libyen an, Millionen Euro wurden zu diesem Zweck bereitgestellt. Die Kommunikation darüber vermittelt den Eindruck, als würde es sich bei Libyen um ein stabiles Land, einen verlässlichen Kooperationspartner mit einer geregelten Regierungssituation handeln. Eine Fehlannahme.

    Gastfamilien gesucht für Geflüchtete in der Schweiz
    Das Gastfamilienprojekt wurde Anfang 2015 durch die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH ins Leben gerufen. Die organisierte Unterbringung von Geflüchteten bei privaten Gastfamilien war damals eine Premiere für die Schweiz. Heute bestehen neben dem Pilotprojekt der SFH weitere Projekte in verschiedenen Kantonen, bei denen sich interessierte Familien melden können.

    Gemeinsame Erlebnisse schaffen Nähe
    Im Juli 2018 verbrachte eine Gruppe Asylsuchender mit dem Projekt «Berge erleben» in einer Hütte im Berner Oberland. Was sich nach einem «normalen» Wochenende in den Bergen anhört, war für die Flüchtlinge ein veritables Abenteuer.

    Ich möchte Flüchtlingen helfen
    Sie möchten sich für geflohene Menschen engagieren oder sich über nachhaltige Projekte rund um Asyl und Integration informieren? Hier sind Sie richtig.

    Legale Fluchtwege
    Die Schweiz muss ihre humanitäre Verantwortung wahrnehmen: HEKS und SFH fordern sichere und legale Zugangswege für 10‘000 Flüchtlinge.

    Spenden
    Mehr als 68,5 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht. Obwohl die Schweiz nicht im Zentrum der Ereignisse steht, solidarisiert sich die Bevölkerung mit den Menschen auf der Flucht.

    Was passiert an der europäischen Aussengrenze?
    Die Diskussionen um die Fremden- und Islamfeindlichkeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump machen es fast vergessen: Auch Europa geht an den Südgrenzen den Weg der Abschottung. Unter dem noblen Vorwand, Überfahrten übers Meer zu unterbinden und Schleppernetzwerke zu zerschlagen, versperrt die EU Fluchtmöglichkeiten und unterlässt es, legale Fluchtwege für Notleidende zu schaffen.

    Weltweit die Verantwortung teilen für einen gemeinsamen Flüchtlingsschutz
    «Solidarität im Flüchtlingsschutz – Von der globalen Verantwortung zum konkreten Auftrag» lautet das Motto des 7. Schweizer Asylsymposiums. Die Fachtagung zu aktuellen asylpolitischen Fragen findet am 30./31. Januar 2018 mit hochkarätigen Referenten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Bern statt. Bundesrätin Simonetta Sommaruga wird das Eröffnungsreferat halten.