Schutz

    ADEM
    Die Schweizerische Flüchtlingshilfe ist Mitglied der Allianz für die Rechte der Migrantenkinder (ADEM). Hier finden Sie Informationen von ADEM und der Plattform Flüchtlingskinder.

    Asylrecht
    Weltweit sind über 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, Unterdrückung und Bedrohung an Leib und Leben. Nur ein kleiner Teil von ihnen gelangt nach Europa und in die Schweiz.

    Asylsuchende
    Alle Asylsuchenden erhalten eine Bescheinigung über ihre Anwesenheit in der Schweiz, den sogenannten N-Ausweis.

    Chiasso / Como
    Die Lage an der Südgrenze in Como und in Chiasso ist für die Flüchtlinge aber auch für die beteiligten Behörden und Organisationen schwierig. Es ist deshalb dringend notwendig, dass grösstmögliche Transparenz über den Umgang mit den an der Grenze angehaltenen Personen und über die angewendeten Verfahren hergestellt wird. Nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten zur Lage vor Ort.

    Das Asylverfahren
    Die Schweiz gewährt Menschen Schutz und Aufenthalt, die in ihrem Herkunftsland verfolgt werden und ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder die aus anderen humanitären Gründen nicht dorthin zurückkehren können.

    Das Völkerrecht und die Schweiz
    International verbindliche Normen des Völkerrechts begrenzen den Handlungsspielraum der Unterzeichnerstaaten in ihrem Umgang mit Personen, die Schutz benötigen.

    Deutschland: Flüchtlingsanerkennung für syrische Schutzsuchende
    Die Expertinnen und Experten der SFH-Länderanalyse haben dazu beigetragen, dass drei syrischen Staatsangehörigen in Deutschland als Flüchtlinge anerkannt worden sind. Die drei asylsuchenden Syrer stammen aus Horms bzw. aus der Provinz Dara’a. Sie erhielten zunächst so genannt subsidiären Schutz, jedoch anerkannte das deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihnen die Flüchtlingseigenschaft nicht an. Dagegen erhoben sie Klage beim Verwaltungsgericht in Kassel. Dieses gab ihnen Recht. Dagegen legte die Bundesrepublik Deutschland bzw. das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Berufung ein, die vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof zurückgewiesen wurde. Nun ist Deutschland verpflichtet, die drei Syrer als Flüchtlinge anzuerkennen.

    Die vermissten Flüchtlingskinder
    In Europa werden über 10’000 Flüchtlingskinder vermisst, die im Zug der erhöhten Migrationsbewegung nach Europa gekommen waren (siehe die Presseberichte u.a. von BBC, der New York Times, Die Zeit und SRF). Alleine in Deutschland galten im letzten Jahr mindestens 5‘000 minderjährige asylsuchende Kinder als vermisst, darunter etwa 400 Kinder unter 13 Jahren. Für die Schweiz gibt es keine genauen Statistiken, doch das Phänomen ist auch hierzulande bekannt. Im Jahr 2014 gab es mindestens 44 bestätigte Fälle von vermissten unbegleiteten Minderjährigen in der Schweiz.

    Dublin
    Das Dublin-Übereinkommen ist für die Schweiz im Asylbereich wichtig. Damit kann der zuständige Staat bestimmt werden, der ein Asylgesuch zu prüfen hat. Dieses System wurde nach der Abschaffung der Grenzkontrollen an den Innengrenzen des Schengen-Raums entwickelt, an dem die Schweiz als assoziertes Mitglied teilnimmt. Die Auswirkungen sind insbesondere an der Südgrenze in Como und Chiasso problematisch.

    Dublin: Reicht Vertrauen zwischen den Staaten aus?
    In Dublin-Verfahren darf die Verantwortung der rückweisenden Staaten nicht bei den eigenen Landesgrenzen Halt machen. So kann Italien seinen Verpflichtungen nicht oder nur ungenügend nachkommen: Der aktuelle Monitoring Bericht der SFH und des Danish Refugee Council belegt dies an sechs Einzelfällen exemplarisch. Italien wie auch die überweisenden Staaten sind zu mehr Engagement aufgefordert.

    Flüchtlinge schützen – Menschenwürde wahren
    Diese Grundsätze bestimmen unser tägliches Handeln – und das bereits seit 1936.

    Hassverbrechen und Hassrede - eine Gefahr für Asylsuchende
    Wenngleich sich in der Schweiz in der Relation weit weniger Übergriffe auf Asylsuchende ereignen als in Deutschland, so nimmt das Phänomen doch zu. Hassverbrechen und Hassreden, die auf die «Rasse», Ethnie und Herkunft abzielen, sind in der Antirassisimus-Strafnorm nur lückenhaft abgedeckt. Sie bietet Asylsuchenden nicht den erforderlichen Schutz.

    Hilfe für Personen, die in der Schweiz Schutz suchen
    Was passiert bei der Ankunft in der Schweiz? Wer bekommt Asyl? Darf ich arbeiten? Wo kann ich wohnen? Welche Pflichten muss ich erfüllen? Welche Rechte habe ich?

    Hilfswerksvertretung
    Asylsuchende werden während des Asylverfahrens von Mitarbeitenden des Staatssekretariates für Migration (SEM) über ihre Fluchtgründe befragt. Das Asylgesetz regelt, dass diese Anhörungen im Beisein einer Vertretung eines anerkannten Hilfswerkes stattfinden (Art. 30 AsylG).

    Home

    Humanitäre Visa
    Aktuell werden in der Schweiz nur sehr wenige humanitäre Visa ausgestellt. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu humanitären Visa.

    Härtefälle
    Asyl suchende Personen, abgewiesene Asylsuchende sowie vorläufig aufgenommene Personen, die sich in einer persönlichen Notlage befinden, können von ihrem Wohnkanton eine Aufenthaltsbewilligung erhalten.

    La protezione dei richiedenti asilo in Italia tra dirit-to e cruda realtà
    Il Danish Refugee Council e l’Organizzazione svizzera di aiuto ai rifugiati hanno pubblicato un rapporto congiunto sulla situazione delle persone vulnerabili trasferite in Italia in applicazione del Regolamento Dublino III. Esaminando la situazione delle persone portatrici di particolari esigenze di accoglienza, il rapporto mostra che le condizioni di accoglienza variano in modo considerevole: i «trasferimenti Dublino» in Italia possono violare i diritti umani delle persone coinvolte.

    Minderjährige
    Immer mehr Kinder und Jugendliche kommen jährlich ohne Begleitung eines Elternteils oder einer anderen sorgeberechtigten Person in die Schweiz und stellen ein Asylgesuch.

    Nothilfe
    Abgewiesene Asylsuchende, die einen negativen Asylentscheid oder einen Nichteintretensentscheid erhalten haben und die Schweiz verlassen müssen, haben laut Bundesverfassung bis zur Ausreise ein garantiertes Recht auf Nothilfe.

    Rechtlicher Status
    Personen, die in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt haben, erhalten je nach Ausgang des Asylverfahrens einen unterschiedlichen rechtlichen Status. Je nach Status stehen den Ausländerinnen und Ausländern entsprechende Rechte zu.

    Rückkehr
    Personen, deren Asylgesuch abgelehnt wurde, sind verpflichtet, die Schweiz zu verlassen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Betroffenen in Sicherheit und Würde in ihre Heimat zurückkehren können.

    SFH begrüsst Bundesgerichts-entscheid zur Dublin-Haft
    Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH begrüsst, dass das Bundesgericht die Beschwerde einer afghanischen Flüchtlingsfamilie wegen Verletzung des Rechts auf Privat- und Familienleben gutheisst. Damit ist eine seit Jahren von der SFH und ihren Mitgliedsorganisationen geforderte Anpassung an menschenrechtliche Standards bei der Haft für Familien endlich umgesetzt.

    SFH fordert Verzicht auf Rückschaffungen nach Ungarn
    Ungarn will als neuste Abschreckungsmassnahme sämtliche Flüchtlinge internieren und verstösst so gegen fundamentale Menschenrechte. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH verurteilt dies scharf. Die Schweiz ist nun dazu aufgefordert, den Vollzug von Dublin-Überstellungen nach Ungarn nicht nur auszusetzen, sondern sämtliche Asylgesuche von Menschen, die über Ungarn in die Schweiz eingereist sind, selbst zu behandeln und zu entscheiden.

    SFH-Gastfamilien
    Das Gastfamilienprojekt der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH knüpft dort an, wo es im Asylprozess meist hapert: bei der sozialen und beruflichen Integration. Hier können sich interessierte Gastgeberinnen und Gastgeber aus den Kantonen Aargau, Bern, Genf und Waadt online anmelden.

    Schutzsuchende im Vakuum zwischen Gesetz und harscher Realität in Italien
    Der Danish Refugee Council und die Schweizerische Flüchtlingshilfe haben einen gemeinsamen Bericht publiziert zur Situation von Personen, die unter der Dublin-III-Verordnung nach Italien überstellt werden. Der Bericht beleuchtet insbesondere die Situation von Personen mit speziellen Aufnahmebedürfnissen und zeigt auf, dass die Aufnahmebedingungen in Italien stark variieren und die überstellten Personen dem Risiko von Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.

    Schutzsuchende im Vakuum zwischen Gesetz und harscher Realität in Italien
    Der Danish Refugee Council und die Schweizerische Flüchtlingshilfe haben einen gemeinsamen Bericht publiziert zur Situation von Personen, die unter der Dublin-III-Verordnung nach Italien überstellt werden. Der Bericht beleuchtet insbesondere die Situation von Personen mit speziellen Aufnahmebedürfnissen und zeigt auf, dass die Aufnahmebedingungen in Italien stark variieren und die überstellten Personen dem Risiko von Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.

    Von Grenzen, die keine sind und jenen, die keine sein sollten
    Nationalstaatliche Grenzen stehen immer wieder im medialen Fokus. Sei es in der Debatte um die Mauer entlang der Grenze zwischen den USA und Mexiko oder im europäischen Kontext im Gespräch um die Festung Europa. Doch wo genau finden wir diese Grenzen und welche Funktionen haben sie?

    Warum Flüchtende nicht einfach in Libyen bleiben können
    In Libyen herrscht aktuell eine politisch instabile, bürgerkriegsähnliche Situation. Zugewanderte – darunter zahlreiche Flüchtende –, die an der Weiterreise gehindert werden, sind dadurch besonderen Gefahren ausgesetzt. Die europäischen Staaten spielen in diesem Zusammenhang seit Langem eine bedeutende Rolle.

    Was passiert an der europäischen Aussengrenze?
    Die Diskussionen um die Fremden- und Islamfeindlichkeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump machen es fast vergessen: Auch Europa geht an den Südgrenzen den Weg der Abschottung. Unter dem noblen Vorwand, Überfahrten übers Meer zu unterbinden und Schleppernetzwerke zu zerschlagen, versperrt die EU Fluchtmöglichkeiten und unterlässt es, legale Fluchtwege für Notleidende zu schaffen.

    Wegweisungshindernisse
    Wird ein Asylgesuch abgelehnt, bedeutet dies nicht automatisch, dass die betroffene Person die Schweiz verlassen muss.

    «Alternative Fakten» zur Situation in Afghanistan
    Wenn es um die Lage in Afghanistan geht, bemühen europäische Behörden offenbar zunehmend «alternative Fakten». So schreibt die Europäische Kommission, Afghanistan erhole sich nach und nach von drei Jahrzehnten im Krieg. Doch von einer Erholung kann keine Rede sein. Die Zahl der zivilen Opfer des Krieges steigt laut der United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) seit mehreren Jahren stetig an.