© Isabelle Schoenholzer

SFH-Gastfamilien

Nach vier erfolgreichen Jahren hat die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH im Januar 2019 ihr Gastfamilienprojekt für Geflüchtete an spezialisierte Organisationen übergeben. Das 2015 lancierte Pilotprojekt wird nun mit verstärkter lokaler Verankerung weitergeführt.

Mit dem Aufbau eines Projekts, das Geflüchtete und Private vorübergehend als Wohngemeinschaft zusammenbringt, handelte die SFH pionierhaft. Dank der grossen Solidarität der Zivilbevölkerung und der engen Partnerschaft mit kantonalen Behörden, welche für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig sind, konnte die SFH das Projekt lancieren. Ein Schlüsselelement war dabei die Begleitung der Familien während des gesamten Prozesses, von der Aufnahme des Gastes über das Zusammenwohnen bis zum Auszug. Die SFH war zuständig für die Platzierungen, beriet und unterstützte die Beteiligten während des Zusammenwohnens und beim interkulturellen gegenseitigen Verstehen. Gastfamilien und Gäste lernten sich an thematischen Abenden kennen, tauschten ihre Erfahrungen aus und profitierten gegenseitig von wertvollen Informationen über Themen wie transkulturelle Kompetenz, Migration und Trauma oder berufliche Integration.

Im Januar 2019 übergab die SFH das Projekt vier spezialisierten Organisationen. Schon von Beginn weg war das Projekt für die SFH als Dachorganisation von sechs Hilfswerken als Pilot konzipiert. Die SFH freut sich, dieses Projekt jetzt in die Hände anerkannter, spezialisierter Organisationen zu legen, welche bereits in den Bereichen Gastfamilien und Platzierung von jungen Menschen erfahren sind. Die von der SFH aufgebaute Partnerschaft mit den Behörden der vier mitwirkenden Kantone wird weiter geführt. Dank der Übernahme des Projekts durch die neuen verantwortlichen Organisationen, profitiert die Zivilgesellschaft weiterhin von spezialisierten Ansprechpartnern für das Zusammenwohnen von Geflüchteten, Schweizerinnen und Schweizern.