Eritreische Jugendliche werden mit 15 Jahren von der Armee zwangsrekrutiert. Eines der kleinsten Ländern unterhält eine der grössten Armeen auf dem afrikanischen Kontinent. Foto: REUTERS/Jack Kimball

Eritrea

Hier finden Sie die neusten Artikel aus den Medien sowie unsere Analysen, Länderberichte und Schnellrecherchen über Eritrea.

Interview zur Betreuung von minderjährigen Eritreerinnen und Eritreern

Die Eritreerin Semhar Negash studiert Sozialanthropologie und betreut unbegleitete minderjährige Asylsuchende, vorwiegend Jugendliche aus Eritrea.
Lesen Sie das Interview im Fluchtpunkt Nr. 77 / Mai 2017

PR-Falle Eritrea

Angesichts der Dramen, die sich auf der Reise nach Europa abspielen, sollten die europäischen Staaten auf legale Migrationsmöglichkeiten und Resettlementplätze statt auf Abschottung setzen. Solange sich die Lage in Eritrea nicht verbessert, sieht die Schweizerische Flüchtlingshilfe keinerlei Rechtfertigung für eine Verschärfung der Asylpraxis.
Artikel von Alexandra Geiser, SFH-Länderexpertin: Europa erschwert den legalen Zugang für eritreische Flüchtlinge. KOFF, Schweizerische Palttform für Friedensförderung, Juni 2017

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Die Fluchtwege von Eritreerinnen und Eritreern sind gefährlich. Lesen Sie dazu den aktuellen Bericht der SFH-Länderanalyse.

Fluchtpunkt Nr. 77 / Mai 2017

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Die PR-Maschinerie des eritreischen Regimes funktioniert: Obwohl laufend Menschen in über 360 versteckten Gefängnissen Folter erleiden und das Land international auf dem zweitletzten Platz der Pressefreiheit liegt, gelingt es ihm, europäische Meinungsträger vor Ort mit Falschangaben und fotogenen Heile-Welt-Szenarien zu infiltrieren. Die Fakten sprechen eine andere Sprache.
Fakten statt Mythen vom 17.05.2017

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«Eritreas junge Ausbrecher» heisst die eindrückliche Dokumentation von Jonas Dunkel über junge Eritreerinnen und Eritreeer, die vor dem Regime flüchten. Die Dokumentation mit asylsuchenden Eritreerinnen und Eritreern in der Schweiz hat ARTE Info im März 2017 ausgestrahlt.

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Fragwürdiges Urteil wider besseres Wissen

Laut Bundesverwaltungsgericht ist die illegale Ausreise bei Eritreern kein zureichender Asylgrund. «Dieses Urteil ist für uns inakzeptabel. Wider besseres Wissen beugt sich das BVGer dem öffentlichen Druck», sagt Miriam Behrens, Direktorin der SFH. Die SFH verlangt, dass das BVGer seiner Aufgabe als unabhängige Instanz künftig wieder gerecht wird.
SFH-Medienmitteilung vom 03.02.2017

Der UNO-Sonderberichterstatter für Migration bestätigt in einem Interview, dass sich die Lage in Eritrea in den letzten Jahren nicht verändert hat. Er kritisiert die verschärfte Asylpraxis der Schweiz gegenüber asyl-suchenden Eritreerinnen und Eritreern und sieht dafür keinen Grund. Die Schweiz müsste in jedem einzelnen Fall sicher sein, dass eine Rückkehr für diese Person unproblematisch sei.
«Migration lässt sich nicht stoppen, nur kontrollieren» Interview in der Berner Zeitung vom 17.02.2017

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Illegale Ausreisen aus Eritrea
Die eritreischen Behörden haben die legalen Ausreisemöglichkeiten massiv eingeschränkt. Männer unter 54 Jahren und Frauen unter 47 Jahren erhalten regelmässig keine Ausreisebewilligung, unabhängig davon, ob sie Militärdienst geleistet haben oder nicht. Auch zeugen Jehovas und Mitglieder anderer nicht registrierter religiöser Gruppen sowie Personen, die noch keinen Militärdienst geleistet haben oder kritisch gegenüber der Regierung stehen, erhalten keine Ausreisebewilligung.

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Umsetzung der Praxisänderung trotz limitierter Informationsgrundlage

Hintergrundinformationen der SFH-Länderanalyse über die Praxisänderung des Staatssekretariats vom Juni 2016

Fokus Eritrea – Hintergrundinformationen

In diesem Factsheet finden Sie aktualisierte Hintergrundinformationen zur Lage in Eritrea (Stand: 19. August 2016)

Eritreer bei Asylgesuchen strenger beurteilt – SFH fordert Rücknahme der Praxisänderung

Seit dem 23. Juni 2016 beurteilt das Staatssekretariat für Migration SEM die Asylgesuche von Menschen aus Eritrea wesentlich strenger, ohne jedoch dafür gesicherte Grundlagen gefunden zu haben. Die Praxisänderung wird die Sozialkosten von Eritreern für die Kantone erhöhen. mehr…

Ist die Schweiz über die Lage vor Ort informiert?

Solange die Schweiz keinen Einblick in Eritreas Lager und Gefängnisse erhält, um die Menschenrechtslage schlüssig beurteilen zu können, kann es keine diplomatischen Fortschritte geben. Bundesrat und Aussenminister Didier Burkhalter äusserte sich am 15. Juni 2016 im Rahmen der Sommersession des Ständerats unmissverständlich über die äusserst geringen Chancen, mit der Regierung in Asmara zusammen zu arbeiten. zum Video…

Menschenrechtslage nach wie vor unhaltbar

Nach einer Fact-Finding-Mission im vergangenen März in Eritrea kommt das Staatssekretariat für Migration (SEM) zum Schluss, dass die Men-schenrechtslage unter dem Regime Afewerki nach wie vor unhaltbar ist. Damit bestätigt das SEM die Recherchen der SFH-Länderanalyse.
SEM-Chef Mario Gattiker erläutert die Hintergründe im Tages-Anzeiger vom 09.05.2016

Auf welche Länderinformationen kann man sich verlassen?

Rubrik: Fakten statt Mythen vom 02.03.2016 / Die Eritrea-Reise von Parlamentsmitgliedern und ihre Schlüsse daraus befeuerte erwartungsgemäss die von gewissen politischen Kreisen wiederholt erhobene Forderung einer Neubeurteilung der Schweizerischen Asylpraxis zu Eritrea. Fakt ist, dass eine solche Reise nur einen begrenzten und unvollständigen Einblick in ein Land gewährt Um relevante und zutreffende Informationen für die Beurteilung von Asylgesuchen sicherstellen zu können, muss eine Recherche zwingend die Qualitätsstandards für Herkunftsländerinformationen (Country of Origin Information – COI) erfüllen. mehr…