2019

Auch dank Ihrer Hilfe beginnt die Familie von Kibrom ein neues Leben
Zweieinhalb lange Jahre wartet Kibrom Gebremedhin nach seiner Ankunft in der Schweiz auf seine Familie, stets voller Sorge und Ungewissheit.

Türkische Militäroperation in Nordsyrien
Die SFH ist sehr besorgt über die Entwicklungen in Nordsyrien. Teile der Zivilbevölkerung sind massiven Repressionen der Besatzer ausgesetzt.

Mehr Engagement für Opfer von Menschenhandel
Ein einheitliches Vorgehen und umfassenden Opferschutz: Das fordert die SFH gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen anlässlich der Fachtagung „Opfer von Menschenhandel als Asylsuchende: In der Schweiz endlich in Sicherheit?“, in Bern.

Erfolgreich jonglieren zwischen Beruf und Familie
Mit 26 Jahren hat Nazriet Yosief aus Eritrea schon viel erreicht. Sie hat das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Detailhandelsfachfrau erworben und absolviert zurzeit eine Ausbildung als kaufmännische Angestellte.

Europarat: Die Schweiz muss von Menschenhandel betroffene Asylsuchende schützen
Der Europarat hat in einem neuen Bericht beurteilt, wie die Schweiz die Europaratskonvention gegen Menschenhandel umsetzt. Er erinnert die Schweizer Behörden an ihre Pflicht, alle anwesenden Opfer von Menschenhandel angemessen zu schützen und zu unterstützen – auch betroffene Asylsuchende. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) wird aufgefordert, seine Praxis bei Dublin-Verfahren von Opfern von Menschenhandel zu überdenken.

Afghanistan: Kein Ende der Gewalt in Sicht
Nach 18 Jahren Krieg bleibt die Situation für die Zivilbevölkerung vielerorts in Afghanistan lebensgefährlich. Der bewaffnete Konflikt dauert an. Die Taliban kontrollieren heute weitere Gebiete als je seit 2001. Angesichts der Sicherheitslage erachtet die SFH eine Wegweisung von afghanischen Asylsuchenden weiterhin als unzumutbar.

Wahlen 2019: Welche Asylpolitik die Parteien wollen
Am 20. Oktober wählt die Schweiz ein neues Bundesparlament. Unser Parteiencheck gibt den Überblick: Wie positionieren sich die acht wählerstärksten Parteien in Partei- und Wahlprogrammen zum Thema Flucht und Asyl? Welche Asylpolitik wollen sie und welche Lösungen bieten sie an?

Bund vergibt Mandate für Sicherheitsdienstleistungen in den Bundesasylzentren
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat die Mandate für Sicherheitsdienstleistungen in den Bundesasylzentren an drei Privatfirmen vergeben. Die SFH fordert, dass in erster Linie die Sicherheit der Asylsuchenden zu gewährleisten ist und nicht ausschliesslich die Sicherheit der Zentren und der Umgebung.

Der Zaunreiter von Giffers
Es soll keine Asylsuchenden mehr geben, für die sich kein Land als zuständig erachtet. Das war eine der ursprünglichen Ideen des Dublin-Abkommens. Der Fall eines Afghanen zeigt jedoch, dass die Umsetzung oft im Widerspruch zu einer humanitären menschenrechtskonformen Asylpraxis steht.

Italien - Betreuung nach wie vor ungenügend
Eine Abklärungsreise der SFH zeigt: Verletzliche Personen, die gemäss Dublin-Verordnung nach Italien rücküberstellt werden, werden im italienischen Asylsystem nach wie vor nicht adäquat betreut.

Keine Überstellungen nach Bulgarien
Schutzsuchende haben in Bulgarien nur erschwert Zugang zum Asylverfahren. Die Unterbringung wie auch die medizinische und psychiatrische Betreuung sind unzureichend. Bulgarien leistet keinerlei Integrationshilfe. Deswegen rät die SFH generell von Dublin-Rücküberstellungen nach Bulgarien ab.

Bund vergibt Betreuungsmandate in den Bundesasylzentren
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat die Mandate für die Betreuungsdienstleistungen in den Bundesasylzentren an die ORS Service AG und an die Asyl-Organisation Zürich (AOZ) vergeben. Die SFH begrüsst, dass die AOZ die Mandate in drei Asylregionen erhält und auf den positiven Erfahrungen aus dem Testbetrieb Zürich aufbauen kann. Es ist jedoch bedauerlich, dass keine zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Vergabe der Mandate berücksichtigt wurden. Die SFH fordert von der ORS Offenheit gegenüber einer engen Zusammenarbeit mit dem Rechtsschutz. Zudem muss die Zivilgesellschaft eingebunden werden, damit die Integration gefördert wird.

Teamteaching mit Bodenhaftung für den Arbeitsalltag mit Traumatisierten
Das Bildungsteam der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH vermittelt Weiterbildungskurse für Unternehmen mit kulturell gemischten Teams. Im Kanton Solothurn lässt die VEBO Genossenschaft ihre Führungskräfte in massgeschneiderten SFH-Kursen über Transkulturelle Kompetenz, Migration und Trauma schulen.

Beschleunigung darf nicht auf Kosten von Qualität gehen
Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat Massnahmen zur Kostenreduktion im Asylbereich angekündigt. Unter anderem sollen wegen der relativ tiefen Asylgesuchzahlen zwei Bundesasylzentren temporär still gelegten werden und altrechtliche Asylgesuche beschleunigt behandelt werden. Die SFH fordert, dass die Beschleunigung nicht auf Kosten von Qualität geht. Bei den Unterbringungsplätzen muss die Schwankungsmöglichkeit erhalten bleiben.

Das SFH-Angebot über Zwangsmigration hat in der Oberstufe von La Neuveville Tradition
Jaques Diacon ist Vizedirektor an der Oberstufe von La Neuveville, einer französischsprachigen Kleinstadt am Bielersee mit 3800 Einwohnerinnen und Einwohnern. Seit 23 Jahren greift er auf das Fachwissen der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) zurück, um seine Schülerinnen und Schüler für das Thema Zwangsmigration zu sensibilisieren.

«Man kann niemanden unterdrücken, den es nicht gibt»
Tschetschenische Behörden haben zu Beginn des Jahres eine neue Kampagne gegen schwule und lesbische Menschen gestartet. Betroffene berichten von widerrechtlichen Festnahmen, Prügel, Erniedrigungen und Folter.

Prävention für bessere Heilung – Zusammenarbeit mit der SFH
Isabelle Roux ist verantwortlich für Personal und Bildung bei der Lungenliga Waadt. Der gelernten Krankenschwester liegt die Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten besonders am Herzen. Deshalb hat sie zusammen mit dem Bildungsteam der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH eine Weiterbildung zu transkulturellen Kompetenzen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Beine gestellt.

Frontex: Abwehr um jeden Preis
Die europäische Grenzschutzagentur Frontex ist umstritten. Wiederholt stand sie in der Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen an den EU-Aussengrenzen. Interne Papiere beweisen, dass die EU-Agentur über das gewaltsame Vorgehen europäischer Grenzbeamter gegen Schutzsuchende Bescheid wusste.

Äthiopien bleibt ein Unruheherd
Die Sicherheitslage in Äthiopien bleibt trotz und teilweise auch wegen der eingeleiteten Reformen fragil. Ethnische und politische Konflikte treiben Millionen in die Flucht. Der gefeierte Hoffnungsträger Abiy Ahmed steht zunehmend unter Druck.

Die Polizei stärkt ihre transkulturellen Kompetenzen
Lionel Imhof ist Chefadjutant im Korps der Stadtpolizei Lausanne und in dieser Funktion spezialisiert für Transkulturalität. Sein Ziel ist es, die Verbindungen und Zusammenarbeit zwischen der Migrationsbevölkerung und der Polizei zu verstärken und zu verbessern. Seit 2013 arbeitet er mit der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH zusammen, um speziell auf Polizistinnen und Polizisten zugeschnittene Weiterbildungen im Bereich transkultureller Kompetenz organisieren zu lassen.

Perspektivenwechsel hilft gegen latenten Rassismus
Das Bildungsteam der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH ist häufig in Schulhäusern unterwegs. 2018 waren es schweizweit 153 Schulungen über Migration und Asyl, wovon sich 79 an Jugendliche unter 18 Jahren richteten. Was bieten die SFH-Bildungsanlässe den Jugendlichen? Eine Schulleiterin erzählt, warum alle Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse im Oberstufenzentrum Rapperswil das SFH-Simulationsspiel kennen.

Asylzentren sind keine Gefängnisse
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Schutzsuchende in menschenwürdigen Unterkünften leben. Die Grundrechte von Minderjährigen, alleinstehenden Frauen, gesundheitlich angeschlagenen und traumatisierten Personen oder Familien sind wichtiger als Sicherheitsbedenken. Vier Forderungen für Mindeststandards bei der Unterbringung.

Untragbare Zustände für Asylsuchende in Italien
Die Situation für Asylsuchende in Italien hat sich nach den Wahlen im Frühjahr 2018 und insbesondere seit Inkrafttreten des sogenannten Salvini-Dekrets im Oktober 2018 weiter verschlechtert: Die Rechte der Schutzsuchenden sind nicht gewährleistet. In ihrer aktuellen Lageanalyse zeigt die SFH die Verschärfungen im Asylsystem auf und rät erneut von Dublin-Überstellungen – insbesondere verletzlicher Personen – ab.

Sri Lanka: Übergriffe gegen muslimische Flüchtlinge nach Oster-Anschlägen
Nach den Bombenanschlägen mutmasslich islamistischer Attentäter am Ostersonntag auf Kirchen und Hotels in Colombo, Negombo und Batticaloa haben wütende Mobs in Sri Lanka muslimische Flüchtlinge und Asylsuchende bedroht und angegriffen.

Und wenn wir plötzlich flüchten müssten aus der sicheren Schweiz?
Das Bildungsteam der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH bietet zahlreiche Weiterbildungen und erlebnispädagogische Angebote für unterschiedliche Zielgruppen an. Der Projekttag «Flucht und Asyl» eignet sich mit dem Simulationsspiel gut für Konfirmandengruppen und Schulklassen.

Verbesserungen für Opfer von Menschenhandel nötig
Nach wie vor mangelt es im Asylverfahren an einem strukturierten Vorgehen zur Identifikation von Opfern von Menschenhandel. Ein ebenso grosses Problem stellen die ungenügenden Opferschutzmassnahmen im Asylbereich dar.

Keine dauerhafte Lösung in Sicht für die syrischen Flüchtlinge
Die Mehrheit der syrischen Flüchtlinge im Libanon können trotz Unterstützung ihre Grundbedürfnisse kaum abdecken. Unter dem Druck der libanesischen Behörden versuchen einige seit 2017 nach Syrien zurückzukehren, auch wenn die Sicherheitsbedingungen nicht erfüllt sind. Für die Verletzlichsten unter ihnen bedeutet die Niederlassung in ein drittes Land, wie zum Beispiel in der Schweiz, die einzige Hoffnung.

Die Verantwortung der Schweiz hört nicht an der Grenze auf
Seit zehn Jahren nimmt die Schweiz am Dublin-System teil und macht davon rege Gebrauch. Kein anderes Land in Europa wendet die Dublin-Regeln so strikt an wie die Schweiz.

Drei Jahre «Fakten statt Mythen» sind nicht genug
Drei Jahre lang haben Autorinnen und Autoren der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) und des Vereins «Swiss Network of Young Migration Scholars» wöchentlich Themen aus der öffentlichen Debatte herausgegriffen und einem Faktencheck unterzogen. Mit dem 142. Beitrag über das neue Asylverfahren in der Schweiz, das morgen in Kraft tritt, setzen die Kooperationspartner vorläufig einen Schlusspunkt unter diese Publikation.

Update des AIDA-Berichts zur Schweiz 2018
Der aktuelle AIDA-Bericht über die Schweiz ist nun online. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH hat den jährlichen Länderbericht zum vierten Mal in Folge aktualisiert und mit den neuesten Informationen zur Rechtsprechung und Praxis im Schweizer Asylwesen aus dem Jahr 2018 ergänzt.

Neues Asylverfahren ab März
Am 1. März 2019 tritt die Neustrukturierung in Kraft, die 2016 von den Schweizer Stimmberechtigten angenommen wurde. Welches sind dabei die Knackpunkte?

«Wenn die Politik ändert, müssten wir vielleicht flüchten»
Das Bildungsteam der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH bietet zahlreiche Weiterbildungen und erlebnispädagogische Angebote für unterschiedliche Zielgruppen an. Der Projekttag «Flucht und Asyl» eignet sich mit dem Simulationsspiel gut für Konfirmandengruppen und Schulklassen.

Äthiopien: Fragwürdiger Deal bietet keine Garantien
Trotz unzureichender Sicherheit droht 300 Äthiopiern und Äthiopierinnen wegen des soeben unterzeichneten Rückübernahmeabkommens mit Äthiopien die Zwangsausschaffung. Als besonders skandalös beurteilt die SFH, dass der repressive äthiopische Geheimdienst (Niss) auf Einladung der Schweiz Zugang zur äthiopischen Diaspora erhält.