Bundesgericht schützt Recht von UMAs

Verzicht auf Kostenvorschuss bei unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden: Die SFH begrüsst, dass das Bundesgericht das Bundesverwaltungsgericht anweist, seine Praxis in Zukunft zugunsten der beschwerdeführenden UMAs zu korrigieren und auf die Erhebung von Kostenvorschüssen zu verzichten.

Das Bundesgericht in Lausanne hat in einem grundlegenden Urteil die seit Jahren vom Bundesverwaltungsgericht angewandte Praxis gegen einen unentgeltlichen Rechtsschutz korrigiert. Demnach stellt das Erheben von Kostenvorschüssen in Beschwerdeverfahren von unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden UMA eine übermässige Einschränkung des Zugangs zur Justiz dar.

Die SFH begrüsst, dass das Bundesgericht das Bundesverwaltungsgericht anweist, seine Praxis in Zukunft zugunsten der beschwerdeführenden UMAs zu korrigieren und auf die Erhebung von Kostenvorschüssen zu verzichten.

Das Bundesgericht unterstreicht, dass in Asylverfahren generell hohe Rechtsgüter auf dem Spiel stehen: Es geht dabei um das Recht auf Leben, um den Schutz der physischen und psychischen Integrität der betroffenen Personen sowie um ihr Recht auf Würde.

Bei Asylsuchenden handelt es sich insgesamt um besonders verletzliche Personen, wie dies der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg EGMR bereits mehrmals betont hat. Der Zugang zum Gericht muss deshalb in diesen Fällen immer gewährleistet werden.

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