© UNHCR/ Gordon Welters

Bericht des Bundesrates zur Weiterentwicklung des Dublin-Systems

In seinem heute veröffentlichten Bericht zur Neukonzeption von Schengen/Dublin kommt der Bundesrat zum Schluss, dass eine Weiterentwicklung des Dublin-Systems im Interesse aller Staaten liege. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe begrüsst die dringend notwendige Weiterentwicklung des Dublin-Systems, insbesondere die Entflechtung von Registrierung und Durchführung des Asylverfahrens, sowie die Idee einer Aufgabenteilung zwischen den Staaten.

Aus Sicht der SFH ist zudem zentral, dass Personen, die Schutz erhalten, nach dem Asylverfahren Zugang zur Personenfreizügigkeit haben.  Dies erhöht auch die Chancen, dass sie sich nicht aus mit dem Asylverfahren nicht im Zusammenhang stehenden Gründen wie familiären, kulturellen oder sprachlichen Bindungen dem Asylverfahren entziehen. Es braucht eine umfassende Reform und Weiterentwicklung des bestehenden Systems. Ebenfalls heute findet dazu ein Treffen europäischer NGOs in Brüssel beim Europäischen Dachverband ECRE unter Beteiligung der SFH statt, um sich zu dieser Weiterentwicklung auszutauschen.

Medienmitteilung des Bundesrates vom 2. Juni 2017