Stoppt die Gewalt an Europas Grenzen

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH fordert sofortigen Zugang zu effektivem Flüchtlingsschutz für die betroffenen Personen.

Die SFH verurteilt die Gewalt, den Einsatz von Tränengas und die Menschenrechtsverletzungen gegen Geflüchtete, insbesondere die jüngsten Ereignisse an der griechisch-mazedonischen Grenze.

Es könnten Bilder aus einem Krieg sein, die uns in diesen Tagen aus Idomeni an der griechisch-türkischen Grenze erreichen. Es ist jedoch kein machtgieriger Diktator, es sind keine aufständischen Gruppen und es ist kein Bürgerkrieg, der dieses Elend auslöst. Es ist die europäische Asylpolitik, welche für die Situation und die Verletzung der Menschenrechte von Schutzsuchenden verantwortlich ist, ohne Hand für eine Lösung zu bieten, die dem Schutzbedarf der betroffenen Personen gerecht wird.

Im sogenannten «Lager» in Idomeni herrschen desolate Zustände, welche sich zunehmend verschlechtern. Ärzte warnen vor ernsthaften Gesundheitsrisiken, insbesondere für die jüngsten Menschen in Idomeni: Betroffen sind 4000 Kinder unter fünf Jahren. Die Not der Menschen findet im Scheinwerferlicht der westlichen Öffentlichkeit statt. Die Hilflosigkeit und die Schutzbedürftigkeit der Menschen sowie die unmenschliche Unterbringung sind klar und deutlich erkennbar. Europa schaut zu. Die Schweiz schaut zu.

Diese Situation ist unhaltbar und muss gelöst werden. Die SFH fordert sofortigen Zugang zu effektivem Flüchtlingsschutz für die betroffenen Personen.

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