Jugendliche Asylsuchende tauschen sich mit Schülerinnen und Schülern aus. Foto: SFH/Bildung

Minimalstandards für die Aufnahme von Minderjährigen

Wie können die zahlreichen unbegleiteten Kinder und Jugendliche, die zunehmend alleine in die Schweiz einreisen, kindergerecht betreut werden? In Bern hat die Allianz für die Rechte der Migrantenkinder in der Schweiz (ADEM) im November 2015 ein Kolloquium organisiert. In Basel diskutierten unter der Leitung der Fachstelle Integration vier Expertinnen und Experten an einer Podiumsveranstaltung über mögliche Lösungen.

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) hat sich in der Schweiz in einem Jahr praktisch verdreifacht (1’224 im Juli 2015 gegenüber 795 für das ganze Jahr 2014). Um dieser Situation gerecht zu werden, haben gewisse Kantone neue Aufnahmestrukturen eröffnet, wieder andere haben nach Alternativen für die institutionelle Aufnahme gesucht, während einige Kantone ihr Angebot nicht geändert haben. Dies macht deutlich, wie ungewiss die Aufnahme der betroffenen Jugendlichen in gewissen Kantonen ist und unterstreicht die wachsenden Disparitäten zwischen den einzelnen Kantonen – eine Situation, die mehr denn je die Entwicklung von Minimalstandards für die Aufnahme von MNA in der Schweiz erfordert.

Quelle: ADEM, 04.11.2015

Die Allianz für die Rechte der Migrantenkinder in der Schweiz (ADEM) ist eine Gründung des Internationalen Instituts für die Rechte der Kinder (IDE),  der Schweizerischen Stiftung des Internationalen Sozialschutzes (SSI) und der Stiftung Terre des Hommes

Downloads:

«Was tun mit unbegleiteten Minderjährigen auf der Flucht?»

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind auf eine besondere Hilfestellung angewiesen. Was sind ihre Fluchtgründe? Und was erwartet sie in der Schweiz? Darüber diskutieren Fachleute an d

Podiumsveranstaltung von «Integration Basel» am 4. November 2015.

Dominique Wetli, Geschäftsführer Berner Rechtsberatungsstelle und Leiter der Rechtsvertretung im Testbetrieb Asyl in Zürich, referierte zu Beginn über die rechtlichen Grundlagen zum Kindesschutz im Asylverfahren. Anschliessend diskutierten Astrid Geistert, Stellenleiterin Oekumenischer Seelsorgedienst für Asylsuchende der Region Basel, Andreas Fischer, Leiter ad interim des Wohnheims für unbegleitete minderjährige Asylsuchende in Basel-Stadt Numa Pour Jakub, Koordinator Netzwerk Bildung für Flüchtlingspädagogik und Menschenrechtsaktivist und Dominique Wetli über die aktuelle Situation der UMAs und welche Verbesserungen nötig sind, damit diese Kinder und Jugendliche ihren Bedürfnissen entsprechend leben und sich entwickeln können.   

Downloads: