2015

Niemand kann alles tun, aber jede und jeder kann etwas tun
Auf Einladung des EDA hat sich am 24. November 2015 eine Delegation der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH mit dem Stellvertretenden UNO-Generalsekretär Jan Eliasson getroffen.

Tagung Gastfreundschaft
In Zusammenarbeit mit der Paulus-Akademie Zürich und Face Migration hat die SFH am 26. November 2015 eine Veranstaltung zum Thema Gastfreundschaft organisiert. 80 Interessierte haben daran teilgenommen.

Minimalstandards für die Aufnahme von Minderjährigen
Wie können die zahlreichen unbegleiteten Kinder und Jugendliche, die zunehmend alleine in die Schweiz einreisen, kindergerecht betreut werden? In Bern hat die Allianz für die Rechte der Migrantenkinder in der Schweiz (ADEM) im November 2015 ein Kolloquium organisiert. In Basel diskutierten unter der Leitung der Fachstelle Integration vier Expertinnen und Experten an einer Podiumsveranstaltung über mögliche Lösungen.

Schweiz muss Dublin-Verfahren überdenken
An der Medienkonferenz vom 27. Oktober 2015 in Bern präsentierten Amnesty International, die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), Solidarité sans frontières (sosf), Centre Social Protestant (CSP) und Collectif R eine Liste von Forderungen an den Bundesrat rund um das Thema Dublin-Verfahren.

MER SEND EIS - Gelebte Solidarität
Isabelle Gautschy und Sibel Bucher starteten ihr Projekt «Aktion MER SEND EIS» erst vor wenigen Wochen.

Asylgesetz verabschiedet
Das Parlament hat am 25. September 2015 einen Schlusspunkt unter die seit 2010 diskutierte Neustrukturierung des Asylbereichs gesetzt. Die Bilanz der SFH fällt zwiespältig aus.

Flüchtlinge: Gefangen in der EU-Solidaritätskrise
Am 10.09.2015 hat die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH in Brüssel an der Zusammenkunft des Europäischen Rats für Flüchtlinge und im Exil lebende Personen (ECRE) den Länderbericht für die Schweiz präsentiert. Die Berichte geben Einblick in das Asylsystem des jeweiligen Landes und werden von diesen halbjährlich aktualisiert. ECRE ist eine pan-europäische Allianz von 90 NGOs zum Schutz und zur Förderung der Rechte von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Vertriebenen.

Zeltunterkünfte als Übergangslösung
Der Kanton Aargau bringt zur Überbrückung der sommerlichen Flüchtlingswelle bis zu 140 männliche Asylsuchende in Zelten der Schweizer Armee unter. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH findet dies zumutbar. Die SFH interpretiert das pragmatische Vorgehen der aargauischen Behörden auch als Appell an die Solidarität der Gemeinden, ihre Unterbringungs- angebote für Flüchtlinge zu erhöhen.

Wegweisungen trotz gesundheitlicher Risiken
Wie werden die gesundheitlichen Risiken einer Wegweisung ins Herkunftsland überprüft, wenn in der Schweiz wohnhafte Ausländer ohne rechtmässigen Aufenthaltsstatus oder mit einem unsicheren administrativen Status schwer erkrankt sind? Diese Frage stellen sich die Westschweizer Beobachtungstelle für Asyl- und Ausländerrecht (ODAE romand) und die regionale Aids-Hilfe „Groupe sida Genève“ seit Jahren. Ende Mai 2015 haben sie die zweite Studie zu diesem Thema publiziert, die auf elf konkreten Fällen basiert.

Wenn man Schlepper schlägt, trifft man die Flüchtlinge
SFH-Generalsekretär Beat Meiner fordert für die Flüchtlinge einen legalen Zugang nach Europa: «Die hochgerüstete Abschottung Europas ist der Grund für das sinnlose Sterben im Mittelmeer». Je stärker die Festung Europa hochgerüstet werde, desto stärker werde auch das Geschäft der Schlepper angekurbelt. Dann sind ihnen die Flüchtlinge noch stärker ausgeliefert.

Die Schweiz liegt am Mittelmeer
Das Sterben im Mittelmeer nimmt kein Ende. Die jüngsten Katastrophen, bei denen allein in den vergangenen anderthalb Wochen weit über 1000 Menschen den Tod fanden, sollten auch in der Schweiz Anlass sein, die Rückführungspraxis nach Italien zu überdenken.

Todesfälle von Asylsuchenden und Migranten in Europa
Das Institute of Race Relations (IRR) hat einen Bericht veröffentlicht, welcher die Todesfälle von Asylsuchenden, Migrantinnen und Migranten in Europa zwischen Januar 2010 und Dezember 2014 dokumentiert. Es sind 160 Todesfälle. Acht davon ereigneten sich in der Schweiz.. Das Wichtigste aus dem Bericht (in Englisch):

Keine bilateralen Hilfsgelder für Eritrea
Namhafte Wissenschaftler aus aller Welt, eritreische Aktivisten und ehemalige Diplomaten kritisieren die EU, dass sie bilaterale Hilfsgelder (312 Millionen Euro) trotz der schlechten Menschenrechtssituation an Eritrea bezahlen wollen. Die Hilfe sei darauf ausgerichtet, den Exodus aus Eritrea einzudämmen, was so aber nicht funktionieren würde.

UNHCR: Asylum Trends 2014
Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) hat am 26. März 2015 die «Asylum Trends 2014, Levels and Trends in Industrialized Countries» veröffentlicht. Der Bericht zeigt auf, wieviele Asylgesuche im Jahr 2014 in 44 Industrieländern in Europa, Asien und in Nordamerika gestellt wurden. Die Herkunftsländer sowie die Entwicklungen der Asylgesuche werden mit dem Vorjahr verglichen.

Die Kunst, das Unerträgliche zu ertragen
Salam, Lamen, Rudy, Rosselle – ein Vater, eine Mutter, zwei Kinder, vier und sieben Jahre alt. Eine syrisch-kurdische Familie, die vor einem Jahr in die Schweiz flüchten konnte und nun in Wangen bei Olten auf den Entscheid des Staatssekretariates für Migration SEM wartet. Der Vater ist Künstler, die Mutter Rechtsanwältin. Sie möchten so rasch als möglich auf eigenen Füssen stehen.

Syrienkrise: Fünf Forderungen der Schweizerischen Flüchtlingshilfe
Die humanitäre Lage in Syrien ist dramatisch: Aktuell benötigen im bürgerkriegsgeplagten Land mehr als 12 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Die Situation spitzt sich sowohl in Syrien als auch in den Nachbarländern weiter zu. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH sieht in verschiedenen Bereichen Handlungspotential und richtet folgende Forderungen an den Bundesrat.

Neues Verfahrens~zentrum: erste Bilanz
Das Staatssekretariat für Migration SEM hat die ersten zehn Monate des Testbetriebs Zürich auswerten lassen. Die Zwischenergebnisse fallen mehrheitlich positiv aus: Die Asylverfahren konnten ohne negativen Auswirkungen auf die Qualität der Entscheide beschleunigt werden und die Beschwerdequote habe nicht wie vielerorts befürchtet zugenommen, schreibt das SEM in einer Medienmitteilung. Allerdings ist die psychische und zeitliche Belastung der Mitarbeitenden hoch, sagt das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR), welches den Evaluationsbericht verfasst hat.

Mehr Hilfe vor Ort oder mehr Flüchtlinge aufnehmen?
Die weltweite Zahl von Flüchtlingen und intern Vertriebenen steigt weiter an. Der Krieg in Syrien gehört zu den Hauptgründen. Während Libanon und Jordanien als Nachbarländer Syriens wegen des Flüchtlingsstroms vor dem Zusammenbruch stehen, fragt man sich in der Schweiz, wie man die Hilfe intensivieren kann. Soll man mehr Flüchtlinge aufnehmen oder die Hilfe vor Ort verstärken?

Zwangsrekrutierung von Kindern in Eritrea
Die Asylgesuche von Menschen aus Eritrea in der Schweiz haben einen Höchststand erreicht. Politische Kreise wollen deshalb, dass der Bund seine Asylpraxis zu Eritrea neu beurteilt. Eine aktuelle Recherche der Schweizerischen Flüchtlingshilfe zeigt, dass das Regime am Horn von Afrika selbst Kinder in Militärcamps rekrutiert.

«Menschenrechte sind unverhandelbar»
«Wenn Sie bei den Menschenrechten mit unklaren Botschaften spielen, spielen Sie mit dem Feuer», sagte Bundespräsidentin Simmonetta Sommaruga an der Albisgütlitagung am 16. Januar 2015.

Private Aufnahme von Asylsuchenden
Die Aufnahme von Asylsuchenden und Flüchtlingen durch Private ist für die Schweizerische Flüchtlingshilfe schon lange ein Thema. Die Idee ist nicht neu, sondern knüpft an eine humanitäre Tradition in der Schweiz an. Hier finden Sie die aktuellsten Berichte.

Syrische Flüchtlinge: Wie soll die Schweiz helfen?
3,5 Millionen registrierte Syrer sind auf der Flucht. Eine Million lebt allein im Libanon in Zeltlagern. Dort sind die Menschen zunehmend der Kälte und dem Schnee ausgesetzt. Wie soll die Schweiz diesem Flüchtlingsdrama begegnen – was ist zu tun?

Left Out in the Cold
Der Bericht von Amnesty International infomiert über die aktuelle Lage der syrischen Flüchtlinge in den Nachbarländer Turkei, Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten. In der Kälte sich selbst überlassen, isoliert in überfüllten Lagern und Vergessen von der internationalen Gemeinschaft, fristen 95 % der syrischen Flüchtlinge in diesen fünf Ländern ein unmenschliches Dasein. Die sorgfältigen Recherchen von Amnesty International, angereichert mit aktuellen Fakten des UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR, unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf für diese gebeutelten Familien und Kinder.

Living in the Shadows
Living in the shadows heisst die eindrückliche Reportage des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge UNHCR über die unvorstellbaren Lebensbedingungen syrischer Flüchtlinge in Jordanien. Diese haben sich rapide verschlechtert, erklärt das UNHCR am 14. Januar besorgt in einer Medienmitteilung.

Schutzstatus für syrische Flüchtlinge
Die Idee eines besonderen Status für Schutzbedürftige hat die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH vor einem Jahr lanciert. Damit könnten sofort mehr syrische Flüchtlinge in die Schweiz geholt werden.