2017

Dailly ist zu abgelegen für ein Bundesasylzentrum
Die auf 1250m über Meer gelegene Festungsanlage Dailly (Gemeinde Lavey-Morcles) im Kanton Waadt ist zu abgelegen für ein Bundesasylzentrum im neuen Asylverfahren. Die Asylsuchenden wären an diesem mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbaren Ort komplett isoliert. Viel besser wäre es, das bereits seit 2000 genutzte Asylzentrum Vallorbe zum Bundeszentrum auszubauen.

Für eine Schweiz, die die Rechte von Kindern und verletzlichen Flüchtlingen schützt
Anlässlich des internationalen Kinderrechtstages überreichen Amnesty International, die Schweizerische Flüchtlingshilfe, Solidarité sans frontières, Droit de rester Neuchâtel, Collectif R und Solidarité Tattes gemeinsam dem Bundesrat den nationalen Appell gegen die sture Anwendung der Dublin-Verordnung. Die Organisationen wollen die Schweiz insbesondere an ihre Schutzpflicht gegenüber Flüchtlingskindern und ihren Familien erinnern.

Internationale Konferenz der Kontaktgruppe Mittelmeer: Schweizer Ansätze sind positiv – lösen das Problem aber nicht
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe begrüsst es, dass die Kontaktgruppe Mittelmeer die katastrophale Situation von rund einer Million Migranten und Flüchtlingen in Nordafrika aktiv angehen will. Diese Menschen brauchen dringend Schutz. Doch solange die europäischen Länder gleichzeitig die Migrantenströme in Nordafrika mit Hilfe der Küstenwache rechtswidrig blockieren, machen sie sich mitschuldig an den desaströsen Zuständen. Die SFH fordert die Staatengemeinschaft auf, die Fluchtursachen zu bekämpfen anstatt auf Abschottung zu setzen.

Fakten statt Mythen zu Flucht und Asyl
Die öffentliche Debatte über das Asyl- und Migrationswesen ist häufig geprägt von Annahmen und Mythen, die bei nüchterner Betrachtung den tatsächlichen Fakten nicht standhalten. Seit zwei Jahren hält die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, gemeinsam mit dem Swiss Network of Young Migration Scholars (SNyMS) dagegen. Jetzt sind die 100. Ausgabe von „Fakten statt Mythen“ erschienen.

Urteil ist nicht nachvollziehbar - Entscheid Bundesverwaltungsgericht für die Wegweisung einer Eritreerin
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH bedauert, dass das Bundesverwaltungsgerichtes BVGer die Wegweisung einer Eritreerin bestätigt. Die ungenügende Informationslage zur Situation in Eritrea, auf welche das Gericht selbst immer wieder hinweist, lässt ein solches Urteil aus Sicht der SFH nicht zu.

Lösungsverweigerung hält Sozialkosten hoch
Entscheid SPK-Ständerat gegen die Integration vorläufig Aufgenommener

Eine Flucht ist keine Ferienreise
Weltweit sind 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie sind dazu gedrängt, ihre Heimat wegen Krieg, Verfolgung und Umweltzerstörung zu verlassen. Last Minute hat für sie eine andere Bedeutung als für die Europäer, die sich derzeit auf ihre Ferien freuen. Unter dem Motto „Eine Flucht ist keine Ferien-reise“ laden die Schweizerische Flüchtlingshilfe und ihre Partnerorganisati-onen am 17. Juni zum nationalen Flüchtlingstag an über 80 lokalen Anlässe ein. Solidarität lässt sich dank zahlreichen Aktionen direkt vor Ort erleben.

Vorläufige Aufnahme: Dringlichen Handlungsbedarf erkannt
Der Nationalrat nimmt den Bericht des Bundesrats ernst und will den Status der vorläufigen Aufnahme zumindest teilweise in einen echten Schutzstatus überführen. Die SFH begrüsst diese Initiative. Grundsätzlich gilt es den Status der Personen mit vorläufiger Aufnahme so zu verbessern, dass sie direkten Zugang zu Integrationsmassnahmen in Gesellschaft und Arbeitsmarkt erhalten.

SFH begrüsst Entscheid und fordert unverzügliches Eintreten auf hängige Gesuche
Der Bund darf Flüchtlinge, für die gemäss Dublin-Abkommen Ungarn zuständig wäre, nicht mehr zurückschicken. Das hat das Bundesverwal-tungsgericht heute entschieden. Damit bestätigt es die Haltung der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Die Menschenrechtslage in Ungarn ist zu unsicher. Die SFH fordert den Bund auf, umgehend auf die noch hängigen Fälle einzutreten.

Integrationsfaktor Fussball gewinnt!
Der Europäische CIVIS Medien-Sonderpreis „Fussball + Integration«geht am 1. Juni in Berlin an die Fussball-Video-Produktion „Together 2016». Filmemacher Stephan Hermann holt sich diesen Preis dank einem inhaltlich und formal ungewöhnlichen Storytelling. Das freut auch die Kampagnenpartner Schweizerische Flüchtlingshilfe, Swiss Football League SFL, das Staatsekretariat für Migration SEM und das UNHCR.

SFH bedauert den Ausgang der Abstimmung im Kanton Bern vom 21. Mai 2017
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe bedauert den Ausgang der Abstimmung im Kanton Bern vom 21. Mai 2017 betreffend die Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen.

SFH begrüsst Bundesgerichts-entscheid zur Dublin-Haft
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH begrüsst, dass das Bundesgericht die Beschwerde einer afghanischen Flüchtlingsfamilie wegen Verletzung des Rechts auf Privat- und Familienleben gutheisst. Damit ist eine seit Jahren von der SFH und ihren Mitgliedsorganisationen geforderte Anpassung an menschenrechtliche Standards bei der Haft für Familien endlich umgesetzt.

SFH stellt mit einer neuen Strategie die Weichen bis 2022
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe, Dachverband zahlreicher Hilfswerke, konzentriert sich in den kommenden fünf Jahren auf fünf strategische Handlungsfelder. Neben der Anwaltschaft für Schutzsuchende, dem verstärkten Einsatz für die Integration und der Qualitätssicherung im neuen Asylverfahren will sie ihren Auftrag in der Wissensvermittlung und Aufklärung noch engagierter wahrnehmen und zusätzlich innovative Projekte im Asylwesen anstossen.

SFH fordert Verzicht auf Rückschaffungen nach Ungarn
Ungarn will als neuste Abschreckungsmassnahme sämtliche Flüchtlinge internieren und verstösst so gegen fundamentale Menschenrechte. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH verurteilt dies scharf. Die Schweiz ist nun dazu aufgefordert, den Vollzug von Dublin-Überstellungen nach Ungarn nicht nur auszusetzen, sondern sämtliche Asylgesuche von Menschen, die über Ungarn in die Schweiz eingereist sind, selbst zu behandeln und zu entscheiden.

Schutzsuchende im Vakuum zwischen Gesetz und harscher Realität in Italien
Der Danish Refugee Council und die Schweizerische Flüchtlingshilfe haben einen gemeinsamen Bericht publiziert zur Situation von Personen, die unter der Dublin-III-Verordnung nach Italien überstellt werden. Der Bericht beleuchtet insbesondere die Situation von Personen mit speziellen Aufnahmebedürfnissen und zeigt auf, dass die Aufnahmebedingungen in Italien stark variieren und die überstellten Personen dem Risiko von Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.

Fahrlässiges Urteil wider besseres Wissen
«Aus unserer Sicht ist das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts inakzeptabel. Es hält selbst fest, wie gefährlich die Situation in Eritrea nach wie vor ist, beugt sich aber wider besseres Wissen dem öffentlichen Druck», sagt Miriam Behrens, Direktorin der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH. Die SFH verlangt, dass bei den weiteren ausstehenden Entscheiden das Desertieren von Eritreern aus dem Militärdienst sowie die Wehrdienstverweigerung als Asylgründe erhalten bleiben. Eritreische Asylsuchende dürfen nicht weggewiesen werden und sollen mindestens den Status einer vorläufigen Auf-nahme erhalten.

Offensive zur Arbeitsintegration ist notwendig
«Wir freuen uns über die Forderung der SKOS nach einer schweizweiten Offensive für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen», sagt Miriam Behrens, Direktorin der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH. Aus Sicht der SFH lassen sich die empfohlenen Berufseinstiegskurse durch frühzeitige Potenzialabklärungen direkt nach der Zuweisung an die Kantone stützen. Mit bedingten Erhöhungen der Sozialhilfebeiträge könnte der Bund zudem finanzielle Anreize für die Kantone schaffen, mehr Integrationsarbeit zu leisten.