Flüchtlingstage 2014: dream-teams.ch – Das beste Integrations-Team der Schweiz wird gesucht

Die Flüchtlingstage 2014 stehen ganz im Zeichen der Integration und der Zusammenarbeit zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. Zum Auftakt haben die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) und das Bundesamt für Migration (BFM) erstmals einen Wettbewerb lanciert. Gesucht werden Teams von mindestens zwei Personen, die bei der Arbeit oder in der Freizeit gemeinsam etwas unternehmen. Sie können sich auf www.dream-teams.ch anmelden.

Mit dem Wettbewerb auf der Website www.dream-teams.ch wollen SFH, BFM und UNHCR zeigen, dass jeder und jede einen Beitrag leisten kann, damit anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene aktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben in der Schweiz teilnehmen. Die Dream-Teams stehen für das freiwillige Engagement in der Nachbarschaft, in einem Verein oder einem Projekt. Zu gewinnen gibt es Gemeinsamkeit, Erlebnis und Spass, gestiftet von verschiedenen Schweizer Firmen und Institutionen. Informationen zum Wettbewerb und zu den Flüchtlingstagen sind unter www.dream-teams.ch zu finden.

Das Ziel: Integration erleichtern
Für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene ist es oft nicht einfach, sich in der neuen Heimat zurecht zu finden. Umso wichtiger ist es, dass es Menschen gibt, die sie willkommen heissen und ein Stück auf ihrem Weg begleiten. In solchen Tandems gewinnen immer beide Seiten: Für Einheimische ist es interessant und bereichernd, Menschen aus einem anderen Herkunftsland kennenzulernen und ihnen den Einstieg in die Gesellschaft zu erleichtern. Für Flüchtlinge wird es einfacher, sich im Schweizer Alltag einzuleben.

Dream-Teams
Zum Beispiel Priska und Merith. Die Schweizerin und die Eritreerin haben sich in einem Durchgangszentrum für Asylsuchende kennengelernt, wo Priska Französisch unterrichtete. Aus ihrer Begegnung ist eine wunderbare Freundschaft entstanden. Priska erhält Einblicke in eine andere Kultur und dadurch auch neue Blickwinkel auf die Schweiz. Merith hat sich schnell im Alltag orientiert und bei Fragen eine wichtige Unterstützung gefunden. Die beiden Freundinnen bezeichnen sich als Dream-Team, weil sie sich trotz der unterschiedlichen Kultur bestens verstehen.
Zum Beispiel Kairat und René. Kairat ist mit seiner Frau und seinen Kindern aus Kirgisien in die Schweiz geflohen. In seinem Herkunftsland war er als Fernsehjournalist tätig und leitete zwei NGOs. Wegen der Veröffentlichung kritischer Medienberichte über Korruption wurde er vom damaligen Regime verfolgt. Nach einem ersten Kontakt mit René vom Luzerner «Sentitreff» schrieb er für die Quartierzeitung einen Artikel auf Russisch über Volkstänze, der anschliessend übersetzt wurde. «Das war sehr interessant für uns, weil der Text ganz anders aufgebaut war», meint René. Dieser erste Artikel hat Kairat Mut gemacht, sich weiter zu engagieren, und er wurde schnell Teil einer Planungsgruppe, die Veranstaltungen im Quartiertreffpunkt organisiert. Heute arbeitet Kairat als Praktikant im «Sentitreff».

Die Flüchtlingstage
Der nationale Flüchtlingstag wurde 1980 von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH ins Leben gerufen. Die UNO-Generalversammlung bestimmte den 20. Juni als internationalen Gedenktag für Flüchtlinge. Heute sind die Flüchtlingstage die wichtigste Sensibilisierungskampagne für die Rechte und Bedürfnisse von Flüchtlingen in der Schweiz. Die Kampagne wird von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH), dem Bundesamt für Migration (BFM) und dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) organisiert. Landesweit feiern die Kirchen den Flüchtlingssonntag und Hilfswerke wie Caritas oder Heks sowie weitere Veranstalter führen Anlässe und Begegnungen durch.
Die Flüchtlingstage 2014 finden am Samstag, 14. Juni (Nationaler Flüchtlingstag), am Sonntag, 15. Juni (Flüchtlingssonntag) und am Freitag, 20. Juni (Weltflüchtlingstag) statt. Dream-Teams können sich bis Mitte August auf www.dream-teams.ch einschreiben.

Beilagen:
Der ausführliche Beschrieb der Projekte von Priska & Merith; Kairat & René sowie die Plakatsujets als frei verfügbare Vorlagen für die Berichterstattung finden Sie auf www.dream-teams.ch.

Bildmaterial:
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