2014

Schutzfaktor M – eine Informationskampagne zum Menschenrechtsschutz in der Schweiz
Am 28. November 1974 ratifizierte die Schweiz die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) des Europarates. Dieses Jubiläum gibt den Auftakt für die Kampagne «Schutzfaktor M – Menschenrechte schützen uns», die über den Menschenrechtsschutz in der Schweiz und über die Bedeutung der EMRK informiert. Zahlreiche Schweizer Organisationen unterstützen die Informationskampagne.

Dramatische Lage im Irak
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH fordert den Stopp von Wegweisungen in den gesamten Irak. Aktuell gilt der Wegweisungsstopp des BFM nur für den Zentral- und Südirak. Angesichts der Entwicklungen der letzten Wochen und Monate fordert die SFH diese Politik auf den gesamten Irak auszuweiten und auch Wegweisungen und Wegweisungsentscheidungen betreffend Nord-Irak (KRG-Region) einzubeziehen.

Kinder nicht mehr nach Italien zurückschicken
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH begrüsst das vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte EGMR erlassene Urteil betreffend die Überstellung einer afghanischen Familie von der Schweiz nach Italien. Es bestätigt vollumfänglich die Einschätzungen der SFH, die im Oktober 2013 einen Bericht über die fehlenden und teilweise auch unangemessenen Aufnahmestrukturen in Italien publiziert hat. Die Position von Kindern wird explizit gestärkt, denn die Behörden müssen bei Überstellungen nach Italien die Situation bei Familien ganz besonders sorgfältig prüfen. Das Urteil stärkt das Dublin-System.

Die Dream-Teams 2014 sind bekannt
33 Teams in 9 Kantonen haben sich am Wettbewerb «Dream-Teams 2014» beteiligt, den die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) und das Bundesamt für Migration (BFM) lanciert hatten. Nun sind die Gewinnerinnen und Gewinner bekannt.

Dream-teams.ch – Gemeinsam zu nachhaltiger Integration
Seit Mitte Juni erzählen Teams aus Flüchtlingen und Personen aus der Schweiz ihre Geschichte von täglich gelebtem Engagement in der Nachbarschaft, einem Verein oder bei der Arbeit. Ziel: eine raschere, nachhaltige In-tegration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen Personen in den Schweizer Alltag. Ein Zwischenstand.

Flüchtlingstage 2014: dream-teams.ch – Das beste Integrations-Team der Schweiz wird gesucht
Die Flüchtlingstage 2014 stehen ganz im Zeichen der Integration und der Zusammenarbeit zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. Zum Auftakt haben die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) und das Bundesamt für Migration (BFM) erstmals einen Wettbewerb lanciert. Gesucht werden Teams von mindestens zwei Personen, die bei der Arbeit oder in der Freizeit gemeinsam etwas unternehmen. Sie können sich auf www.dream-teams.ch anmelden.

Keine Rückschaffungen nach Sri Lanka! Unabhängiger Untersuchungsbericht legt Mängel im BFM offen
Im Sommer 2013 wurden durch das Bundesamt für Migration (BFM) mit dem Segen des Bundesverwaltungsgerichtes (BVG) Angehörige der tamilischen Minderheit unter Zwang nach Sri Lanka zurück geschafft. Zwei erwachsene Personen wurden nach ihrer Ankunft sofort verhaftet und sind seither Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Ein unabhängiger Bericht deckt nun auf, dass bei einer ganzen Reihe von Asylverfahren Sri Lankischer Staatsbürger die Risiken einer Rückkehr vom Bundesamt für Migration (BFM) falsch eingeschätzt wurden. Amnesty International (AI), die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) – Trägerinnen der Kampagne «Aufklärung und Gerechtigkeit in Sri Lanka» – fordern jetzt konkrete Massnahmen.

Flüchtlingshilfe mit neuer Verbandsspitze – Zwei Frauen an der Spitze des Dachverbandes
An ihrer diesjährigen Generalversammlung hat die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH Isabelle Bindschedler von der Caritas Schweiz zu ihrer neuen Präsidentin gewählt. Als Vize-Präsidentin amtet neu Diana Rüegg, vom Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen VSJF.

Botschaftsasyl definitiv zu Grabe tragen? Versprechungen zum humanitären Visum endlich einlösen
Angesichts der in Aussicht stehenden Verlängerung der dringlichen Massnahmen im Asylbereich stellt die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH heute enttäuscht fest, dass das als valabler Ersatz für das abgeschaffte Botschaftsasyl angepriesene humanitäre Visum in keiner Weise hält, was Bundesrätin Simonetta Sommaruga mehrfach versprochen hat. Verschiedene sehr eindrückliche Fälle belegen, dass der Schutz von wirklich Bedrohten mit dem neuen Instrument keineswegs gesichert ist. Bis Dezember 2013 kamen gerade Mal 34 bedrohte Personen in den Genuss einer humanitären Geste des Landes von Henry Dunant.