2013

Humanitäre Aktion vorzeitig beendet – Erleichterte Einreise für syrische Flüchtlinge aufgehoben
Bern, 29.11.2013. Mit grösstem Bedauern nimmt die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH Kenntnis davon, dass eine erst im September 2013 gestartete, sehr erfolgreiche Aktion zum Schutz syrischer Flüchtlinge von den Behörden bereits wieder gestoppt wird. Mit einem besseren Einbezug der Zivilgesellschaft hätte die Schweiz mit der von Bundesrätin Simonetta Sommaruga lancierten humanitären Aktion noch weit mehr Menschenleben retten können. Die SFH fordert, dass zumindest in ausgewiesenen Härtefällen eine erleichterte Einreise in die Schweiz weiterhin möglich sein soll.

Übergabe der Petition zu Sri Lanka: Über 25 000 Menschen lassen sich nicht blenden!
Bern, 14. November 2013 – Über 25 000 Menschen unterstützen mit ihrer Unterschrift eine Petition von Amnesty International, der Gesellschaft für bedrohte Völker und der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. Sie fordern den Bundesrat auf, sich für die Achtung der Menschenrechte in Sri Lanka einzusetzen und die Asylsuchenden aus Sri Lanka in der Schweiz zu schützen. Die Übergabe der Petition findet heute in Bern im Beisein der Geschäftsleitenden der drei Organisationen statt.

Gemeinsam schaffen wir es! Die Schweiz begeht die Flüchtlingstage 2013
Arbeit bedeutet mehr als finanzielle Unabhängigkeit: Wer arbeitet, wird anerkannt und gehört dazu. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH), das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) und das Bundesamt für Migration (BFM) wollen an den Flüchtlingstagen 2013 aufzeigen, was Wirtschaft und Gesellschaft gewinnen, wenn Flüchtlinge bei uns nicht nur Schutz, sondern auch Arbeit finden. Deshalb stehen die diesjährigen Flüchtlingstage unter dem Motto „Gemeinsam schaffen wir es“, Auftakt bildet die heutige Veranstaltung in Bern.

Heilsarmee bei der Schweiz. Flüchtlingshilfe SFH
Die Generalversammlung der Schweizerischen Flüchtlingshilfe SFH nimmt die Stiftung Heilsarmee Schweiz als neues Mitglied auf. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH ist die führende Fachorganisation des Asylbereichs in der Schweiz. Zu den bisher fünf geschäftsführenden Mitgliedern – Amnesty International, Sektion Schweiz; Caritas Schweiz, Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS); Schweizerisches Ar-beiterhilfswerk (SAH) und Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF) – ist mit der Stiftung Heilsarmee Schweiz ein weiteres Schwergewicht aus dem Asylbereich hinzu gestossen.

Syrien: Die Schweiz soll handeln!
Verletzliche Personen aus Syrien, die Verwandte in der Schweiz haben, sollen einreisen können. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH erhält fast täglich verzweifelte Anrufe von in der Schweiz ansässigen Syrerinnen und Syrern. Sie wollen nur eines: ihre an Leib und Leben bedrohten Verwandten in der Schweiz in Sicherheit bringen. Nach der Abschaffung des Botschaftsverfahrens sieht die SFH nun dringenden Handlungsbedarf. Das von den Politikern als Ersatz angebotene «humanitäre Visum» scheint nicht zu funktionieren.

Modell Holland à la Suisse auf dem Prüfstand
Vor zehn Tagen gab die Asylkonferenz von Bund und Kantonen grünes Licht für den Umbau des Schweizerischen Asylsystems. Gestern Mittwoch und heute Donnerstag beschäftigten sich am 5. Schweizer Asylsymposium in Bern 280 Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft mit dem neuen Asylsystem. Dabei zeigte sich, dass Bund und Kantone in wichtigen Punkten vom Vorbild Holland abgewichen sind, was insbesondere beim Rechtsschutz und der Effizienz des Verfahrens zu Problemen führen könnte. An der von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) zusammen mit dem UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) organisierten Veranstaltung sprach sich Bundesrätin Simonetta Sommaruga für eine aktive Mitarbeit der Zivilgesellschaft während der demnächst beginnenden Testphase aus.

Wende in der Asylpolitik eingeläutet
An der Asylkonferenz vom 21. Januar gaben die Kantone grünes Licht für den zuvor von einer “Arbeitsgruppe Bund-Kantone“ skizzierten Umbau des Schweizerischen Asylsystems. Bei dieser vom “Vorbild Holland“ inspirierten Neustrukturierung geht es einerseits um das Asylverfahren, in dem künftig innert nützlicher Frist entschieden werden soll, ob eine Person den Schutz der Schweiz braucht oder nicht, und andererseits um die für dieses Verfahren benötigten Strukturen, Kooperationen und Abläufe. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH unterstützt grundsätzlich die vorgeschlagene Neuausrichtung, bedauert jedoch, dass die Schweiz in wesentlichen Punkten vom “Modell Holland“ abweicht und somit nicht alle Vorteile, welche das neue System bei einer konsequenten Umsetzung bieten würde, voll genutzt werden können.