Miteinander statt gegeneinander!

Heute Freitag, 15. Juni 2012, trafen sich Flüchtlinge, Bundesparlamentarier und Prominente auf dem Fussballplatz in der Leichtathletikanlage Wankdorf zum gemeinsamen Fussballspiel. Der Match war Auftakt zu den diesjährigen Flüchtlingstagen. Motto: Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene brauchen unser Engagement, denn sie leisten Bedeutendes für die Gesellschaft – zum Gewinn für uns alle.

Am Ende stand es 4:4 auf dem Fussballplatz in der Leichtathletikanlage neben dem Stade de Suisse – doch das Resultat war für einmal Nebensache. An dem Tag, an dem Schweden gegen England und die Ukraine gegen Frankreich um den Einzug in die Viertelfinals der EM 2012 spielen, stand Freundschaft und Solidarität im Vordergrund. Denn Flüchtlinge brauchen unser Engagement, denn sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und in der Arbeitswelt. Dieser Fussballmatch fand zu einem wichtigen Zeitpunkt statt, wie auch Nationalrat Cédric Wermuth in seiner Ansprache festhielt: «In den vergangenen Tagen hat der Nationalrat die härteste Verschärfung des Asylgesetzes beschlossen, seit es dieses Land gibt. Diese neue Politik ist nicht nur zutiefst inhuman und fremdenfeindlich, sie ist vor allem auch eine Bankrotterklärung der Politik.»

Die beiden Mannschaften FC Solidarité und Refugees United F.C. setzten sich aus Flüchtlingen, BundesparlamentarierInnen und Prominenten zusammen. So spielten etwa Nationalrat Eric Nussbaumer und Nationalrätin Kathrin Bertschy an der Seite des aserbeidschanischen Flüchtlings Gasim Nasirov, während Nationalrat Jean-François Steiert, Mister Schweiz Luca Ruch und der syrische Flüchtling Dara Sadun die gegnerische Verteidigung umwirbelten. Gasim Nasirov: «Der Match hat sehr viel Spass gemacht. Es ist ein einmaliges Erlebnis mit Politikern und Prominenten so direkt in Kontakt zu treten und Fussball zu spielen.»

Organisiert haben den Fussballmatch die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, das Bundesamt für Migration BFM und das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR Schweiz, die damit die Flüchtlingstage 2012 offiziell eröffnen. Morgen Samstag, 16. Juni, wird in vielen Städten und Gemeinden der Schweiz der nationale Flüchtlingstag gefeiert, am 17. Juni wird der Flüchtlingssonntag in den Landeskirchen begangen, und am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Die Flüchtlingstage rufen das schwere Schicksal von Flüchtlingen in Erinnerung und die humanitäre Pflicht, ihnen zu helfen. Menschen auf der Flucht vor Verfolgung haben ein Recht auf Schutz und ein Leben in Würde. Das verlangt nach Engagement, nach Offenheit und Verständnis. Für ihre Integration setzen sich die SFH, das BFM und das UNHCR gemeinsam ein.

FC Solidarité

Refugees United F.C.

Ausführliche Informationen zur diesjährigen Kampagne und den vollständigen Veranstaltungskalender sowie Bildmaterial zum Fussballmatch finden Sie unter: www.fluechtlingstage.ch

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