Erfolgreiche Flüchtlingstage 2012

Tausende von Besucherinnen und Besuchern haben heute Samstag, 16. Juni 2012, in zahlreichen Städten und Gemeinden der Schweiz den nationalen Flüchtlingstag begangen und zwei Tage nach der aufgeheizten Asyldebatte im Nationalrat ein wichtiges Zeichen für eine solidarische und offene Schweiz gesetzt. Die Botschaft: Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in der Schweiz leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft und die Arbeitswelt.

Die Veranstaltungen in den Städten Basel, Bern und Luzern waren sehr gut besucht. Auf dem Theaterplatz in Basel spielte neben Bettina Schelker und Djanta, die Band Bajanski Bal schnelle Weisen aus dem Balkan. In Bern irrten Hunderte Besucherinnen und Besucher durch ein Integrations-Labyrinth. Es gab Live-Musik mit Traktorkestar, Yohannes Gebreigzjabhir, der Karma-Band und dem Chor der Nationen. Die Stadt Luzern feierte mit Live-Musik aus Westafrika, orientalischem Pop und serbischer Volksmusik.

Ausserdem fanden in allen Regionen der Schweiz zahlreiche Feiern und Begegnungstage statt: Lesungen, Podien, Konzerte, Ausstellungen, Spielnachmittage und Picknicks. Das Thema vieler Rednerinnen und Redner waren die Folgen für die Flüchtlinge und die humanitäre Tradition der Schweiz nach der Asyldebatte.

Bereits am Freitag war in Bern mit dem Fussballmatch von Flüchtlingen und Prominenten aus Politik und Showbusiness auf der Grossen Allmend ein starker Auftakt gelungen. Motto des Spiels: «Miteinander statt gegeneinander!».

Seit 1980 gibt es die Flüchtlingstage als Tage der Begegnung und des Menschenrechts auf Asyl. Unzählige Hilfswerke, Vereine, Kirchgemeinden und Freiwillige organisieren immer rund um das dritte Juni-Wochenende eine Vielzahl von Veranstaltungen.

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, das Bundesamt für Migration BFM und das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge UNHCR Schweiz tragen die diesjährige Begleitkampagne zu den Flüchtlingstagen gemeinsam. Diese Partnerschaft bietet die Chance, den Anliegen von Flüchtlingen eine verstärkte Beachtung zu verschaffen. Mehr Informationen zur Kampagne «Flüchtlinge brauchen unser Engagement» finden Sie hier: www.fluechtlingstage.ch

Die Flüchtlingstage finden morgen, am Flüchtlingssonntag in den Landeskirchen, sowie auch in der kommenden Woche mit dem Weltflüchtlingstag ihre Fortsetzung: Das UNHCR Schweiz macht am 20. Juni mit einer Lichtinstallation am Kloster Einsiedeln auf die Lage der 43 Millionen Menschen aufmerksam, die weltweit vor Krieg, Gewalt und Verfolgung auf der Flucht sind. Am 23. Juni steigt in Lausanne ein ausgelassenes Fest mit Folklore, Rap und Flamenco.

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