Stopp mit den Vorurteilen gegen die Roma

Die Gegner der Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Bulgarien und Rumänien greifen auf Vorurteile gegen die Fahrenden zurück und stigmatisieren damit die rumänische Bevölkerung. Einen Monat vor der Abstimmung zeigen sich fünf Nichtregierungsorganisationen – Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, Amnesty International, Gesellschaft für bedrohte Völker, Rroma Foundation und Humanrights.ch/MERS – sehr besorgt und verurteilen mit aller Schärfe die rassistischen Äusserungen gegen diese transnationale Minderheit.

Mit der kommenden Abstimmung über die Erweiterung des Freizügigkeitsabkommens auf Rumänien und Bulgarien am 8. Februar 2009 wird vermehrt die Frage der «Fahrenden» oder Roma aus Rumänien und Bulgarien zum Thema gemacht. Mit Aussagen, wonach «zwei bis drei Millionen Fahrende», «bettelnde und stehlende Zigeuner» in die Schweiz einreisen würden, läuft bereits eine heftige populistische Kampagne gegen das Freizügigkeitsabkommen.

In diesem Zusammenhang stellen wir mit Besorgnis fest, dass gezielt Vorurteile, Klischees und negative Bilder geschürt werden auf Kosten einer transnationalen europäischen Minderheit. Die Nichtregierungsorganisationen Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, Amnesty International, Gesellschaft für bedrohte Völker, Rroma Foundation und Humanrights.ch/MERS wenden sich gemeinsam gegen solche Tendenzen. Wir verurteilen rassistische Äusserungen und Vorurteile, die im Rahmen der Kampagne verwendet werden.

Wir bitten Sie, die beigefügten Informationen zu den am häufigsten in diesem Zusammenhang genannten Vorurteilen zu lesen. Sie sind auch auf dem Internet abrufbar unter www.rroma.org.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Rroma Foundation, Cristina Kruck, Tel. 076 558 36 02

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