Georgien: SFH fordert Rückführungsstopp

Waffengewalt im Kaukasus: Georgien befindet sich derzeit im Kriegszustand. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH verlangt daher den sofortigen Rückführungsstopp von abgewiesenen Asylsuchenden nach Georgien.

Die Lage in Georgien ist seit einigen Jahren instabil. Die beiden Landesteile Südossetien und Abchasien fordern ihre Unabhängigkeit. Russland bietet ihnen Schützenhilfe. Über die bewaffneten Auseinandersetzungen wurde schon verschiedentlich berichtet.

Am 8. August 2008 hat Georgien eine militärische Offensive auf die südossetische Hauptstadt Tskhinvali lanciert. Die südossetischen, russischen und abchasischen Streitkräfte haben sofort zum Gegenschlag angesetzt. Auch zivile Ziele wurden bombardiert.

Die Situation vor Ort ist instabil und unklar. Es ist ungewiss, wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickeln wird. Nur eines scheint sicher: Den verübten Gewalttaten werden weitere folgen.

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH fordert deshalb die Schweizer Behörden auf, bis auf weiteres auf Rückführungen von abgewiesenen Asylsuchenden nach Georgien zu verzichten, bis sich die Lage beruhigt hat und die Sicherheit wieder hergestellt ist. Eine Person in ein Land zurückzuschicken, in dem Krieg herrscht, wäre unverantwortlich.

Rückfragen an:

Yann Golay, Mediensprecher, Tel. 031 370 75 67 oder 079 708 99 26

Medienmitteilung herunterladen