Eine syrische Familie auf Lesbos © UNHCR / I. Prikett

Griechenland

Das Deutsche Innenministerium hat verkündet, dass Dublin-Überstellungen nach Griechenland ab März 2017 wieder aufgenommen werden sollen. Die SFH kritisiert dies vehement: Die Aufnahmebedingungen in Griechenland sind sehr prekär, Tausende verharren auf den Inseln und auf dem Festland reicht die Anzahl an Unterbringungsplätzen bei weitem nicht aus.

Neue Haftzentren in Griechenland und Italien

Die Abschottung Europas gegen Schutzsuchende geht weiter: An den Aussengrenzen in Griechenland (Ägäische Inseln) und in Italien werden vorübergehend bis Ende 2017 neue Haftzentren errichtet. Ziel ist es, das Türkei-Abkommen beschleunigt umzusetzen: Möglichst viele Schutzsuchende sollen in die Türkei zurückgeschickt werden. Das bedeutet, dass sich Griechenland kaum noch darum bemühen wird, die Schutzsuchenden rasch von den Hotspots in Unterkünfte auf dem Festland zu transferieren.
Quelle: ECRE-News Februar / März 2017

Informationen (Englisch):

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Kritisierte Dublin-Überstellungen nach Griechenland

Pro Asyl setzt sich in Deutschland und Europa für die Menschenrechte und den Schutz von Flüchtlingen ein. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe ist mit Pro Asyl über den Europäischen Flüchtlingsrat ECRE verbunden. Die Organisation wurde 1986 von Mitarbeitenden aus Flüchtlingsräten, Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen gegründet und finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Stiftungszuwendungen.


Griechenland: Tausende Flüchtlinge schutzlos in der Kälte – und bald endet der Abschiebestopp

Artikel Pro Asyl vom 09.01.2017

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ECRE-Bericht über Hotspots in Italien und Griechenland

Der Europäische Flüchtlingsrat ECRE hat im Dezember 2016 einen neuen Bericht über die Hotspots in Italien und in Griechenland publiziert.

The implementation of the hotspots in Italy and Greece. A study (auf Englisch)