Beiträge 2018

Zurück zu Fakten statt Mythen

Was sich wirklich hinter den Asylstatistiken der Schweizer Behörden verbirgt
Die aktuellen Asylstatistiken zeigen einen Rückgang der Asylanträge um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bedeutet aber nicht, dass weniger Menschen den Schutz der Schweiz benötigen. Die heutige Fakten statt Mythen-Ausgabe erklärt weshalb diese Daten kritisch zu lesen sind.

Migration: Bruch oder Kontinuität?
Während für Mitarbeitende internationaler Unternehmen mit Sitz in der Schweiz Anreize unterschiedlichster Art bestehen, sorgen die Gesetze und Verfahren, die das Asylsystem regeln, dafür, dass die Migration für Geflüchtete sehr schwierig wird.

Vorhergehende Prüfung bei Heimatreisen hätte Vorteile für Flüchtlinge und Behörden
‚Heimatreisen‘ von anerkannten Flüchtlingen finden in den Schweizer Medien grosse Beachtung. Der Revisionsentwurf des Asylgesetzes, den der BR dazu Anfang März 2018 präsentiert hat, ist auf geteiltes Echo gestossen. Dieser Beitrag greift die Diskussionen grundsätzlicher auf und zeigt am Beispiel anderer Länder, dass die Thematik ‚Heimatreisen‘ vielleicht einfacher zu lösen wäre als es in der Schweiz der Fall ist.

Der Flirt der AfD mit dem syrischen Grossmufti
Ob in Syrien oder ob aktuell gerade in Eritrea: Die Lage in diesen Herkunftsländern bleibt für weggewiesene Schutzsuchende lebensgefährlich, die Perspektiven auf ein Leben in Sicherheit und Würde sind gleich null. Daran ändern private Reisen von Politikerinnen und Politikern zwecks «Recherchen vor Ort» nichts.

Zivile Opfer in Afghanistan: «Kollateralschäden» oder direkte Ziele?
Von einer Entspannung der Sicherheitslage in Afghanistan kann angesichts der Situation vor Ort weiterhin keine Rede sein. Die Zahl der nachgewiesenen zivilen Opfer war 2017 zwar um neun Prozent niedriger als 2016, lag aber immer noch bei über 10‘000 Toten und Verletzten. Nicht alle von ihnen sind «Kollateralschäden» – seit einiger Zeit nimmt auch die Zahl der Anschläge zu, bei denen Zivilpersonen das direkte Ziel sind.

Verantwortungsteilung kann nicht erzwungen werden
Die Teilung der Verantwortung für Flüchtlinge ist in Europa seit 2015 ein wichtiges Thema. Doch Lösungen, die von allen Akteuren akzeptiert werden, sollten praktisch realisierbar sein und insbesondere auch im Dialog mit den Schutzsuchenden erarbeitet werden. Diese Prozesse müssen auf globaler, regionaler, nationaler und lokaler Ebene gleichzeitig stattfinden. Das 7. Schweizer Asylsymposium am 30. und 31. Januar 2018 unter dem Titel «Solidarität im Flüchtlingsschutz – Von der globalen Verantwortung zum konkreten Auftrag» bietet dazu Gelegenheit.

Geflohen, um zu leben und zu lernen
2017 haben 733 unbegleitete Kinder und Jugendliche ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt. Das sind viel weniger als die beiden Jahre davor. Gemäss einem in der Basler Zeitung veröffentlichtem Artikel kommen diese jungen Menschen nur in die Schweiz, um zu profitieren. Den Jugendlichen fehle jeglicher Wille zur Teilhabe an unserer Gesellschaft. Unzählige medial verbreitete Beispiele von jugendlichen Geflüchteten zeichnen jedoch ein komplett anderes Bild.

Klimaflüchtlinge gibt es nicht
Die Klimaflucht ist heute eine Tatsache. Sie entlarvt den Mythos aus der Nachkriegszeit, wonach «echte Flüchtlinge» aus ihrem Herkunftsland aus politischen Gründen flüchten müssen und alle anderen Menschen «Wirtschaftsflüchtlinge» seien, die freiwillig migrieren würden in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Wortwahl in der Asylberichterstattung
In den Medien und in der Politik wird über das Thema Migration häufig sehr emotional debattiert, so auch in der im November 2017 veröffentlichten Kolumne von Rudolf Strahm. Eine sorgfältige und exakte Wortwahl fördert die Versachlichung und beugt Missverständnissen vor.

Können wir wirklich nicht mehr tun als traditionell humanitäre Schweiz?
In Deutschland und in Kanada können sich auch Nichtregierungsorganisationen und Privatpersonen an staatlichen Programmen für die Flüchtlingsaufnahme beteiligen. Visa für Arbeit und Studium sind weitere Möglichkeiten, um Menschen auf sicherem Weg Schutz und neue Lebensperspektiven zu bieten. Macht die Schweiz genug?

Aus der Türkei via Georgien und Brasilien in die Schweiz
Der Einzelfall der türkischen Journalistin Hülya Emec, die im Januar 2018 am Flughafen Zürich um Asyl in der Schweiz ersucht hat zeigt auf, wie verworren das Schweizer Asylrecht ist. Diverse Listen, internationale Verträge, die Gerichtspraxis anderer Länder sowie Fristen und die hiesige Rechtsprechung entscheiden, ob jemand in der Schweiz überhaupt ein Asylverfahren durchlaufen darf.