Beiträge 2018

Zurück zu Fakten statt Mythen

Verantwortungsteilung kann nicht erzwungen werden
Die Teilung der Verantwortung für Flüchtlinge ist in Europa seit 2015 ein wichtiges Thema. Doch Lösungen, die von allen Akteuren akzeptiert werden, sollten praktisch realisierbar sein und insbesondere auch im Dialog mit den Schutzsuchenden erarbeitet werden. Diese Prozesse müssen auf globaler, regionaler, nationaler und lokaler Ebene gleichzeitig stattfinden. Das 7. Schweizer Asylsymposium am 30. und 31. Januar 2018 unter dem Titel «Solidarität im Flüchtlingsschutz – Von der globalen Verantwortung zum konkreten Auftrag» bietet dazu Gelegenheit.

Geflohen, um zu leben und zu lernen
2017 haben 733 unbegleitete Kinder und Jugendliche ein Asylgesuch in der Schweiz gestellt. Das sind viel weniger als die beiden Jahre davor. Gemäss einem in der Basler Zeitung veröffentlichtem Artikel kommen diese jungen Menschen nur in die Schweiz, um zu profitieren. Den Jugendlichen fehle jeglicher Wille zur Teilhabe an unserer Gesellschaft. Unzählige medial verbreitete Beispiele von jugendlichen Geflüchteten zeichnen jedoch ein komplett anderes Bild.

Klimaflüchtlinge gibt es nicht
Die Klimaflucht ist heute eine Tatsache. Sie entlarvt den Mythos aus der Nachkriegszeit, wonach «echte Flüchtlinge» aus ihrem Herkunftsland aus politischen Gründen flüchten müssen und alle anderen Menschen «Wirtschaftsflüchtlinge» seien, die freiwillig migrieren würden in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Wortwahl in der Asylberichterstattung
In den Medien und in der Politik wird über das Thema Migration häufig sehr emotional debattiert, so auch in der im November 2017 veröffentlichten Kolumne von Rudolf Strahm. Eine sorgfältige und exakte Wortwahl fördert die Versachlichung und beugt Missverständnissen vor.