Titelbild Schweizer Asylsymposium 4./5. Februar 2021

Zugang zu Schutz f├╝r Fl├╝chtlinge - Herausforderungen, Perspektiven, L├Âsungen

Weltweit sind rund 80 Millionen Menschen auf der Flucht ÔÇô darunter knapp 30 Millionen Fl├╝chtlinge, die wegen Verfolgung, Krieg oder schweren Menschenrechtsverletzungen ihren Heimatstaat verlassen mussten. Die ├╝berwiegende Mehrheit von ihnen findet zwar Zuflucht in den Nachbarl├Ąndern, hat dort aber kaum je Aussicht auf Eigenst├Ąndigkeit und eine gesicherte Zukunft ÔÇô trotz der enormen Leistungen dieser L├Ąnder. Einige von ihnen geh├Âren zu den ├Ąrmsten Staaten der Welt. Trotzdem tragen sie die gr├Âsste Verantwortung und die Hauptlasten im globalen Fl├╝chtlingsschutz. In L├Ąndern wie der Schweiz ist dagegen die Zahl der neuankommenden Schutzsuchenden in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, da es f├╝r Fl├╝chtlinge nur wenige M├Âglichkeiten gibt, dorthin zu gelangen, ohne lebensgef├Ąhrliche Fluchtwege in Kauf nehmen zu m├╝ssen.

70 Jahre nach der Verabschiedung der Genfer Fl├╝chtlingskonvention steht so der internationale Fl├╝chtlingsschutz unter Druck wie selten zuvor. Wie kann der Konsens, dass er richtig und wichtig ist, erneuert und der individuelle Zugang zu Schutz gesichert werden? Was braucht es, um die globale Asymmetrie in der Verantwortungsteilung zu beseitigen? Der Globale Pakt f├╝r Fl├╝chtlinge nimmt sich dieses Problems an. Die UN-Mitgliedsl├Ąnder anerkennen darin den Fl├╝chtlingsschutz als globale und gemeinsame Herausforderung: Staaten, die besonders viele Fl├╝chtlinge beherbergen, sollen besser unterst├╝tzt werden. Fl├╝chtlinge sollen ein finanziell unabh├Ąngiges und selbstbestimmtes Leben f├╝hren k├Ânnen, statt lebenslang von internationaler Hilfe abh├Ąngig zu sein. Hierzu geh├Ârt Unterst├╝tzung f├╝r den Aufbau eines fairen und effizienten Asylsystems ebenso wie die ├ťbernahme von Fl├╝chtlingen aus den ├╝berlasteten Staaten.

Das 8. Schweizer Asylsymposium bewegt sich in diesem Spannungsfeld der Verantwortung f├╝r Fl├╝chtlinge in der Schweiz sowie der wichtigen Beteiligung der Schweiz an europ├Ąischer und internationaler Kooperation und Solidarit├Ąt. Im Fokus stehen Entwicklungen, Herausforderungen und L├Âsungsans├Ątze, die seit der Verabschiedung des Globalen Paktes f├╝r Fl├╝chtlinge 2018 zu beobachten sind. Gefragt wird nach dem Beitrag, den Europa und die Schweiz dazu leisten, dass Fl├╝chtlinge Zugang zu Schutz erhalten. Vertieft analysiert wird das neue Asylsystem der Schweiz: Gew├Ąhrleistet es faire und effiziente Verfahren? Bietet es gen├╝gend Zugang zu Schutz? Und inwieweit kann es als Blaupause f├╝r ein europ├Ąisches Asylsystem dienen? Daneben werden in Workshops zahlreiche andere Aspekte der europ├Ąischen und schweizerischen Asylpraxis diskutiert.

Das Asylsymposium als nationale Fachtagung zu aktuellen Fragen der Asylpolitik wird gemeinsam vom UNHCR B├╝ro f├╝r die Schweiz und Liechtenstein und der Schweizerischen Fl├╝chtlingshilfe (SFH) organisiert und richtet sich an Fachleute und interessierte Personen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Politik, Hilfswerken, Anwaltschaft, Wissenschaft sowie an die Medien.

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