Schweizer Asylsymposium

Schweizer Asylsymposium

Zugang zu Schutz für Flüchtlinge – Herausforderungen, Perspektiven, Lösungen

Weltweit sind rund 80 Millionen Menschen auf der Flucht – darunter knapp 30 Millionen FlĂĽchtlinge, die wegen Verfolgung, Krieg oder schweren Menschenrechtsverletzungen ihren Heimatstaat verlassen mussten. Die ĂĽberwiegende Mehrheit von ihnen findet zwar Zuflucht in den Nachbarländern, hat dort aber kaum je Aussicht auf Eigenständigkeit und eine gesicherte Zukunft – trotz der enormen Leistungen dieser Länder. Einige von ihnen gehören zu den ärmsten Staaten der Welt. Trotzdem tragen sie die grösste Verantwortung und die Hauptlasten im globalen FlĂĽchtlingsschutz. In Ländern wie der Schweiz ist dagegen die Zahl der neuankommenden Schutzsuchenden in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, da es fĂĽr FlĂĽchtlinge nur wenige Möglichkeiten gibt, dorthin zu gelangen, ohne lebensgefährliche Fluchtwege in Kauf nehmen zu mĂĽssen.

70 Jahre nach der Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention steht so der internationale Flüchtlingsschutz unter Druck wie selten zuvor. Wie kann der Konsens, dass er richtig und wichtig ist, erneuert und der individuelle Zugang zu Schutz gesichert werden? Was braucht es, um die globale Asymmetrie in der Verantwortungsteilung zu beseitigen? Der Globale Pakt für Flüchtlinge nimmt sich dieses Problems an. Die UN-Mitgliedsländer anerkennen darin den Flüchtlingsschutz als globale und gemeinsame Herausforderung: Staaten, die besonders viele Flüchtlinge beherbergen, sollen besser unterstützt werden. Flüchtlinge sollen ein finanziell unabhängiges und selbstbestimmtes Leben führen können, statt lebenslang von internationaler Hilfe abhängig zu sein. Hierzu gehört Unterstützung für den Aufbau eines fairen und effizienten Asylsystems ebenso wie die Übernahme von Flüchtlingen aus den überlasteten Staaten.

Das 8. Schweizer Asylsymposium bewegt sich in diesem Spannungsfeld der Verantwortung für Flüchtlinge in der Schweiz sowie der wichtigen Beteiligung der Schweiz an europäischer und internationaler Kooperation und Solidarität. Im Fokus stehen Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze, die seit der Verabschiedung des Globalen Paktes für Flüchtlinge 2018 zu beobachten sind. Gefragt wird nach dem Beitrag, den Europa und die Schweiz dazu leisten, dass Flüchtlinge Zugang zu Schutz erhalten. Vertieft analysiert wird das neue Asylsystem der Schweiz: Gewährleistet es faire und effiziente Verfahren? Bietet es genügend Zugang zu Schutz? Und inwieweit kann es als Blaupause für ein europäisches Asylsystem dienen? Daneben werden in Workshops zahlreiche andere Aspekte der europäischen und schweizerischen Asylpraxis diskutiert.

Das Asylsymposium als nationale Fachtagung zu aktuellen Fragen der Asylpolitik wird gemeinsam vom UNHCR BĂĽro fĂĽr die Schweiz und Liechtenstein und der Schweizerischen FlĂĽchtlingshilfe (SFH) organisiert und richtet sich an Fachleute und interessierte Personen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Politik, Hilfswerken, Anwaltschaft, Wissenschaft sowie an die Medien.

Programm

Hier finden Sie das Programm ​​​​​​​des 8. Schweizer Asylsymposiums.

Datum und Ausschreibung

Das 8. Schweizer Asylsymposium findet am 4./5. Februar 2021 statt. Die Ausschreibung ist ab August 2020 online.

Kontakt

Schweizerische FlĂĽchtlingshilfe (SFH)

Vielen Dank fĂĽr Ihre UnterstĂĽtzung!

Für die finanzielle Unterstützung bei der Durchführung des Asylsymposiums bedanken wir uns bei dem UNHCR Büro für die Schweiz und Liechtenstein, dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA und dem Staatssekretariat für Migration SEM.