Medizinische Abklärungen im Asylverfahren

Die erste juristische Fachtagung der SFH 2019 beschäftigt sich mit Fragen und Herausforderungen rund um medizinische Sachverhaltsabklärungen im Asylverfahren.

Die medizinische Sachverhaltsabklärung stellt hohe Anforderungen an die Akteure im Ablauf des neuen Verfahrens. Die kurzen Fristen im erstinstanzlichen Verfahren, der Informationsaustausch zwischen Rechtsschutz, Behörden und den Zuständigen für die medizinischen Abklärungen sowie generell die Zusammenarbeit aller involvierter Akteure ist mit Herausforderungen verbunden. Zudem können Gesundheitsbeeinträchtigungen die Mitwirkung, resp. das Aussageverhalten beeinflussen. Auch in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts spiegeln sich die hohen Anforderungen in den medizinischen Sachverhaltsabklärungen im Asylverfahren wieder.

Ausgehend von der aktuellen Rechtsprechung werden die Herausforderungen rund um die medizinischen Sachverhaltsabklärungen im beschleunigten Verfahren thematisiert. Nachdem der Blick für übergeordnete Fragen des Rechts auf Gesundheit im Asylverfahren geöffnet wurde, wird aufgezeigt, auf welche problematischen Punkte aus anwaltschaftlicher Sicht insbesondere Rücksicht genommen werden sollte. Neben der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen involvierten Akteuren werden die Mitwirkung von Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie Fragen um medizinische Gutachten beleuchtet.

Am Nachmittag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in zwei Workshops nach Wahl ein Thema praxisnah und konkret zu vertiefen. Zur Auswahl stehen die Alterseinschätzung bei minderjährigen Asylsuchenden, Herausforderungen und Lösungsansätze in der Zusammenarbeit mit traumatisierten Asylsuchenden, die Rolle des Rechtsschutzes bei medizinischen Abklärungen sowie die Erarbeitung eines Argumentatriums zum Thema für Beschwerdeschriften.

Die Einladung herunterladen.

Das Programm herunterladen.

Zielpublikum

Die Weiterbildung richtet sich primär an PraktikerInnen im Asylbereich, Mitarbeitende von Rechtsberatungsstellen, RechtsanwältInnen sowie Mitarbeitende von Behörden und Gerichten, steht aber allen Personen offen, die am Asylrecht interessiert sind.

Sprache

Die Referate werden in Deutsch und Französisch gehalten und werden simultan in die jeweils andere Sprache übersetzt. Die Workshops werden teils auf Deutsch und teils auf Französisch angeboten.