Die praktische Anwendung der Dublinverordnung in der Schweiz

Die dritte juristische Fachtagung der SFH 2019 beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung der Dublinverordnung in der Schweiz.

Die Fachtagung thematisiert die praktische Anwendung der Dublinverordnung in der Schweiz, wobei die Situation in den Dublinländern Italien und Griechenland, die Selbsteintrittsklausel (Art. 17 Dublinverordnung) sowie die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu Dublin im Vordergrund stehen.

In einem ersten Referat wird der Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe zum Dublinland Italien, welcher im Dezember erscheint, vorgestellt. Die SFH besucht Italien regelmässig, um die Situation von Asylsuchenden, die gemäss Dublin-Verordnung nach Italien rücküberstellt werden, zu beurteilen und Empfehlungen abzugeben. In einer weiteren Präsentation widmen wir uns der Situation in Griechenland und der Familienzusammenführung im Dublinverfahren. Die beiden Referate nach der Pause beschäftigen sich mit der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts bezüglich Dublin und der praktischen Anwendung des Artikels 17 der Dublinverordnung.

Die Workshops und Diskussionen am Nachmittag bieten die Möglichkeit spezifische Bereiche in kleinen Gruppen zu vertiefen. Dabei werden Argumentationslinien der internationalen Rechtsprechung zu Dublin für Beschwerdeschriften sowie die Abklärung von gesundheitlichen Problemen von Asylsuchenden im Dublinverfahren diskutiert. Die Workshops werden je zweimal nacheinander angeboten. Pro Person können zwei verschiedene Workshops besucht werden. Die Evaluation und Verabschiedung finden am Schluss der zweiten Durchführung in den Workshops statt.

Programm

Hier finden Sie die Einladung

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Mo Di Mi Do Fr Sa So

Zielpublikum

Die Weiterbildung richtet sich primär an PraktikerInnen im Asylbereich, Mitarbeitende von Rechtsberatungsstellen, RechtsanwältInnen sowie Mitarbeitende von Behörden und Gerichten, steht aber allen Personen offen, die am Asylrecht interessiert sind.

Sprache

Die Referate werden in Deutsch und Französisch gehalten und werden simultan in die jeweils andere Sprache übersetzt. Die Workshops werden teils auf Deutsch und teils auf Französisch angeboten.