Glaubhaftmachen der Flüchtlingseigenschaft im Asylverfahren

Das Glaubhaftmachen der Flüchtlingseigenschaft ist ein zentrales und gleichzeitig eines der herausforderndsten Elemente bei der Prüfung von Asylgesuchen. Die Veranstaltung soll zeigen, wie (fehlende) Glaubhaftigkeit zustande kommt und die Aufgaben der HWV in diesem Kontext klären.

Da im Asylverfahren stichhaltige Beweise oft fehlen, werden viele Entscheidungen auf der Basis persönlicher Einschätzungen gefällt. Der unterschiedliche individuelle und soziokulturelle Hintergrund der beteiligten Personen erschwert dabei die Aufgabe des Glaubhaftmachens und dessen Beurteilung zusätzlich.

An der Weiterbildung wird die Thematik aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Anett Tamm vom Zentrum für Aussagepsychologie in Berlin vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse zur Glaubhaftigkeitsattribution und zeigt auf, wie und inwiefern aus aussagepsychologischer Sicht die Glaubhaftigkeitsprüfung möglich ist. Weiter wird aufgezeigt, wie die Schweizer Asylbehörden bei der Überprüfung der Glaubhaftigkeit vorgehen und welche Implikationen sich daraus für die Arbeit der HWV ergeben. Die SFH und das UNHCR erörtern ihre Position und machen die Thematik für die Teilnehmenden persönlich fassbar.