Migration und Trauma

Was sind Traumata und wie sind sie feststellbar? In unserem zweistufigen Kurs stellen wir Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Kontakt mit traumatisierten Menschen vor.

Menschen, die Krieg, Folter, Flucht oder einen schwierigen Aufnahmeprozess im Gastland erlebt haben, benötigen besondere Unterstützung. Viele leiden unter Traumatisierungen, die für die Betroffenen selber eine grosse Belastung sind. Aussenstehende können Traumata oft nur schwer erkennen.

Was bietet der Kurs Migration und Trauma?

Der zweistufige Kurs vermittelt Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Kontakt mit traumatisierten Menschen. Die Kursteilnehmenden setzen diese in praktischen Übungen um.

Unser Weiterbildungsangebot richtet sich an Personen, die im Asyl- oder Migrationsbereich arbeiten, und steht weiteren Interessierten offen. Der Besuch des Einführungskurses ist Voraussetzung für die Teilnahme am Vertiefungskurs Migration und Trauma. Pro Kurs können maximal 18 Personen teilnehmen.

Einführungskurs

Sie lernen, wie eine Traumatisierung definiert ist, wie sie entsteht und sich bei Betroffenen äussert. Wir erläutern die Folgen von Traumata sowohl für die Betroffenen als auch für ihr Umfeld. Wir zeigen Ihnen die Erkennungsmerkmale von Traumatisierungen und Sie erhalten Instrumente für Handlungsmöglichkeiten in Ihrem beruflichen Umgang mit traumatisierten Menschen.

Lernziel ist dabei, dass die Teilnehmenden

  • die Bedeutung des Begriffes Trauma und verstehen und wissen wie Traumatisierungen entstehen,
  • Symptome von Traumatisierungen erkennen,
  • Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit traumatisierten Menschen erarbeiten und üben.

Nächsten Kursdatum: 2. Februar 2018

Zur Anmeldung

Vertiefungskurs

Das Gelernte aus dem Einführungskurs wird erweitert: Sie besprechen Fragen und Handlungsstrategien aus Ihrer Berufspraxis. Das Augenmerk richtet sich auf die Bewältigung von komplexen Situationen. An konkreten Beispielen vertiefen Sie Ihre im Einführungskurs erworbenen Kompetenzen. Sie arbeiten an den Schwierigkeiten im Umgang mit komplex traumarisierten Menschen. Wir öffnen ausserdem weitere verwandte Themen wie zum Beispiel «Soziales Trauma und Schmerzen» oder «das Aussageverhalten der Asylsuchenden während Anhörungen».

Lernziel ist dabei, dass die Teilnehmenden

  • ihre Kenntnisse auffrischen und erweitern;
  • Handlungsstrategien vertiefen und Kennzeichen langfristiger Folgen von komplexen Traumatisierungen erkennen,
  • besondere Verhaltensweisen von Traumatisierten kennen;
  • Zusammenhänge zwischen Traumatisierung und Aussageverhalten bei Anhörungen verstehen.

In beiden Kursen vermitteln Fachreferentinnen und -referenten das Grundlagewissen. Mit Erfahrungsaustausch und Rollentraining üben die Teilnehmenden den Praxisalltag.