Länderinformationen: Sri Lanka

Informationsabend über die Situation in Herkunftsländern von Geflüchteten: Geschichte, Fluchtgründe und Asylbedingungen in der Schweiz.

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Der bewaffnete Konflikt der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) gegen die sri-lankische Regierung, die von der singhalesisch-buddhistischen Mehrheit dominiert wird, ist zwar seit zehn Jahren beendet. Doch noch heute werden Mitglieder der tamilischen Minderheit, die verdächtigt sind , Verbindungen zur LTTE zu haben, vom Staat verstärkt überwacht und häufig auch eingeschüchtert. Nach den Attentaten im April 2019 kam es zu Übergriffen auf die muslimische Gemeinschaft. Hassreden nationalistischer Buddhistinnen und Buddhisten nahmen stark zu. Dadurch flammen die Spannungen zwischen den Gemeinschaften wieder auf. Staatliche Akteure wollen gefährdete Personen nicht schützen und tragen so aktiv zu einem Klima der Unsicherheit bei. Damit bleibt betroffenen Personen nur noch die Flucht ins Ausland, wie zum Beispiel in die Schweiz.

Durch die Präsidentschaftswahlen vom 16. November 2019 könnte das autoritäre Regime, das während der Endphase des Krieges im Amt war, erneut an die Macht kommen. Diejenigen, die sich seit dem Ende des Krieges für eine Versöhnung und für Reformen der Institutionen eingesetzt haben, befinden sich nun in einer bedrohlichen Lage. Die Situation in Sri Lanka ist momentan angespannt.

Die Abendveranstaltungen «Länderinformationen», die von der SFH mit Unterstützung des nationalen Forschungszentrums LIVES organisiert werden, richten sich an alle interessierten Personen.