Bildung für Geflüchtete

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH ist im Beirat des Verbands der Schweizer Studierendenschaften VSS vertreten, der Ende Januar 2017 das Positionspapier «Hochschulzugang für studentische Geflüchtete» publiziert hat. Zudem unterstützt die SFH anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene beim Studium mit der Übernahme von Studiengebühren, Ausbildungsbeiträgen, Studienmaterial, Laptop und Reisekosten, je nach Bedarf.

Positionspapier Hochschulzugang für studentische Geflüchtete

Die SFH teilt die Einschätzung des Verbands der Schweizer Studierendenschaften VSS-UNES-USUS, dass für eine nachhaltige und langfristige Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt die optimale Ausschöpfung des Potenzials einer Person und damit auch der Zugang zum Schweizer Bildungs- und Hochschulsystem essentiell ist. Der Zugang zu Perspektiven und die Aussicht auf eine autonome, den eigenen Fähigkeiten entsprechene Beschäftigung ist zentral für die persönliche Würde der Geflüchteten. Nur so ist eine nachhaltige, qualifizierte Teilhabe an Wirtschaft und Gesellschaft möglich. Die Problematik des Hochschulzugangs stellt eine spezifische Herausforderung innerhalb der Arbeitsmarktintegration und Potenzialnutzung von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz dar.


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Die Schweizerische Flüchtlingshilfe unterstützt anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene beim Studium mit der Übernahme von Studiengebühren, Ausbildungsbeiträgen, Studienmaterial, Laptop und Reisekosten, je nach Bedarf.

Schweizerische Flüchtlingshilfe fordert, 

  • dass Asylsuchende mit akademischem Hintergrund rasch und unkompliziert in den universitären Alltag integriert werden,
  • dass Frauen und Männer, die bereits im Herkunftsland studiert haben, in einen Universitätskanton und nicht in einem Bergtal in den Alpen zu platzieren, 
  • dass bei der Verteilung in die Welsch- oder die Deutschschweiz auf die Sprachkompetenzen Rücksicht genommen wird,
  • dass bei der Anerkennung von Abschlüssen muss  anders vorgegangen wird:  Wer kein Zeugnis mehr vorweisen kann, soll die Studienberechtigung anders belegen dürfen, etwa durch persönliche Gespräche zur Abklärung der Studienfähigkeit oder durch eine Zugangsprüfung.
  • dass schon früh im Asylverfahren der Bildungshintergrund abgeklärt wird, 
  • dass die Zusammenarbeit zwischen der Aufnahme und dem Zugang zur Hochschule verbessert wird.

«Die Menschen sehen mich als Flüchtling, doch ich will zeigen, dass auch ich etwas erreichen kann», sagt Hadi Sobhia. Seine Entschlossenheit und seinen Fleiss stellt der 35-Jährige mehrfach unter Beweis.

Nach traumatischen Erlebnissen in Syrien, wo er durch den schrecklichen Krieg viele seiner Familienangehörigen verliert, kommt der Student der Fachrichtung Betriebswirtschaft in die Schweiz. Er erhält den Flüchtlingsstatus. Dank seines Willens zur Integration erwirbt er bald ein Deutschdiplom. «Ich will mich möglichst schnell von der sozialen Unterstützung lösen und auf eigenen Beinen stehen», bekräftigt er. Er findet eine Teilzeitstelle als Monteur.

Aber er hat grosse Pläne und er hat ein noch grösseres Potential. Er möchte in der Schweiz wieder studieren und einen Abschluss machen. Ist das nicht ein unterstützenswertes Ziel? Der Weg ist jedoch hart und beschwerlich. Hadi Sobhia spart eisern, um zumindest die Studiengebühren bezahlen zu können. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH hilft ihm und leistet einen Beitrag für Bücher und Studienmaterial.


L’OSAR demande que :  

·         les requérant-e-s d’asile avec un parcours académique puissent être rapidement intégré-e-s aux universités,

·         les hommes et les femmes, qui ont étudié dans leur pays d’origine soient placés dans des cantons universitaires,

·         la répartition entre la Suisse romande et allemande se fonde sur la considération des compétences linguistiques,

·         la reconnaissance des diplômes se fasse différemment : celle et celui qui ne peut présenter de certificat, le droit d’études doit être validé autrement, notamment à travers des entretiens personnels visant à éclaircir les connaissances ou à travers des examens d’entrée.

·         le parcours de formation soit clarifié déjà tôt dans la procédure d’asile   

·         que l’admission et l’accès à l’université soit améliorée