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Hilfswerksver­tretung

Asylsuchende werden während des Asylverfahrens von Mitarbeitenden des Staatssekretariates für Migration (SEM) über ihre Fluchtgründe befragt. Das Asylgesetz regelt, dass diese Anhörungen im Beisein einer Vertretung eines anerkannten Hilfswerkes stattfinden (Art. 30 AsylG).

Mit dieser Aufgabe beauftragt sind die Hilfswerke:

Unabhängige und neutrale Position

Die Hilfswerksvertretenden sind unabhängig und beobachten das Verfahren aus einer neutralen Position. Während der Anhörung zu den Asylgründen steht es ihnen offen, die Asylsuchenden zu bestimmten Aspekten befragen zu lassen beziehungsweise selber Fragen zu stellen, Einwände zu äussern und weitere Abklärungen anzuregen. Das soll garantieren, dass die Asylsuchenden in einer möglichst entspannten Atmosphäre und ohne Angst alle Fluchtgründe schildern können.  

Fairen Ablauf garantieren

Die Hilfswerksvertretenden sind neben den Behörden die einzigen Personen, die Asylsuchende regelmässig während der Befragung erleben. Sie handeln nicht als Rechtsvertreter der Asylsuchenden, sie sind ausschliesslich dafür da, den fairen Ablauf des Verfahrens zu garantieren.

Hilfswerksvertretende stehen ein

  • für ein faires Asylverfahren,
  • für ein gutes Befragungsklima, das den Asylsuchenden erlaubt, frei von Angst auch über schmerzliche Erfahrungen sprechen zu können,
  • für die Vermittlung zwischen den verschiedenen Kulturen sowie zwischen staatlichen Stellen und schutzsuchenden Menschen.

Die Rolle der Schweizerischen Flüchtlingshilfe

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH koordiniert als Dachverband die Arbeit der beauftragten Hilfswerke. Wir sind zuständig für die Schulung und Weiterbildung der Hilfswerksvertretenden und unterstützen sie mit Informationen über Herkunftsländer, gesetzlichen Grundlagen und Rechtssprechung: Nützliche Links für Hilfswerkvertretende

Wer gerne als Hilfswerksvertreterin oder Hilfswerksvertreter arbeiten möchte, wende sich an die Koordinationsstellen der zuständigen Hilfswerke.