N├╝tzliche Informationen f├╝r Kantone und Gemeinden f├╝r die Betreuung von Gastfamilien

Ist Ihre Organisation, Ihr Kanton oder Ihre Gemeinde in der Betreuung von privat untergebrachten Gefl├╝chteten aus der Ukraine t├Ątig? Nachfolgend stellen wir Ihnen wichtiges Informationsmaterial, Arbeitsinstrumente und Checklisten zur Verf├╝gung, welche Sie in Ihrer t├Ąglichen Arbeit n├╝tzen k├Ânnen.

Damit die Gastfamilien auch k├╝nftig zur Verf├╝gung stehen und in ihrem Engagement best├Ąrkt werden, braucht es entsprechende Unterst├╝tzung und Begleitung. Auch wenn damit ein initialer Aufwand verbunden ist: es lohnt sich. Denn eine engagierte Gastfamilie wird die Beh├Ârden l├Ąngerfristig entlasten.

Die SFH empfiehlt aus ihrer Erfahrung folgende Vorgehensweise:

1. Vorabkl├Ąrung

Die Kl├Ąrung der Erwartungen der Gastfamilien und ├ťberpr├╝fung der Wohnverh├Ąltnisse vor der Vermittlung sind wichtig, da so die Qualit├Ąt der Platzierung gesteigert und Konflikten und Schwierigkeiten vorgebeugt werden kann. Wo m├Âglich sollten Gastfamilien vor einer Platzierung besucht werden. Erwartungshaltungen gekl├Ąrt werden.

Zur Qualit├Ątssicherung empfiehlt es sich zudem, vor der Platzierung einen Strafregisterauszug einzuholen.

Ebenso empfiehlt es sich, mit der SFH- / Campax-Datenbank zu arbeiten. So k├Ânnen die Ergebnisse in der Vermittlungsdatenbank festgehalten und verl├Ąssliche Adressen priorisiert werden.

2. Platzierung ab Kanton

Um die vielen freiwilligen Angebote der Gastfamilien zu nutzen und die Regelstrukturen zu entlasten, empfiehlt es sich auch ab Kanton Gefl├╝chtete in Gastfamilien zu platzieren. Einige Kantone machen dies bereits eigenst├Ąndig, andere arbeiten dazu mit einem der SFH angeschlossenen Hilfswerk und der SFH- / Campax-Datenbank.

3. Nachbegleitung und Betreuung

Nach erfolgter Vermittlung sollte auch die Nachbegleitung und Betreuung der Gastfamilien und der Gefl├╝chteten rasch sichergestellt sein, denn Gastfamilien haben Fragen und wollen ihren G├Ąsten helfen. Die SFH versendet nach den erfolgten Platzierungen Merkbl├Ątter und Kontakte.

Danach sollten die Gastfamilien und ihre G├Ąste aber rasch besucht werden. So k├Ânnen offene Fragen und gegenseitige Erwartungen vor Ort mit der f├╝r die Betreuung zust├Ąndigen Institution oder Organisation gekl├Ąrt werden.

Die SFH empfiehlt zudem, eine Vereinbarung zwischen Gastfamilie und Gast abzuschliessen und die Gastfamilien zu entsch├Ądigen.

4. Informationsmaterial und Arbeitsinstrumente

F├╝r die Vorabkl├Ąrungen, das Matching und die Betreuung stellt die SFH folgende Merkbl├Ątter und Arbeitsinstrumente zur Verf├╝gung:

Checkliste ├ťberpr├╝fung von Gastfamilien (fr)

Merkblatt Einforderung und Umgang mit Strafregisterausz├╝gen (fr)

Vereinbarung zwischen Gastfamilie und Gefl├╝chteten (fr / it / en / ukr / ru) (regelt das Unterbringungsverh├Ąltnis und die gegenseitigen Rechte und Pflichten)

Leitfaden Erstgespr├Ąch (fr)

Vorlage f├╝r Gespr├Ąchsprotokoll (fr)

Informationsblatt f├╝r Gastfamilien (fr / it)

Informationsblatt f├╝r G├Ąste ( ukr / en)

Notfallschema f├╝r Gastfamilien (fr / it / ukr / ru)

Notfallschema f├╝r Gefl├╝chtete (fr /  it / ukr / ru)

Um das Case Management f├╝r die kantonalen Betreuungsstellen zu erleichtern, hat die SFH zudem eine spezifisch auf die Bed├╝rfnisse der Gastfamilienbetreuung zugeschnittene Fallf├╝hrungssoftware entwickelt. Diese entspricht h├Âchsten Sicherheitsstandards und garantiert durch eine umfassende Rechteverwaltung den Datenschutz. Alle Aktivit├Ąten der Betreuung und Nachbegleitung k├Ânnen mit der Fallf├╝hrungssoftware geplant und dokumentiert werden. Das schafft insbesondere bei vielen Gastfamilien ├ťberblick. Die Software erm├Âglicht zudem eine unkomplizierte schriftliche Kommunikation mit den Gastfamilien. Wer daran Interesse hat, kann sich melden bei info@fluechtlingshilfe.ch.