Mit den Schengen/Dublin-Assoziationsabkommen gelangt ein zentraler Rechtsakt der europäischen Asylrechtsharmonisierung, die Dublin-II-Verordnung, unmittelbar in der Schweiz zur Anwendung. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union entschieden mit dem Amsterdamer Vertrag, die Asylpolitik zur Gemeinschaftsaufgabe zu machen und für zentrale Bereiche des Asylrechts Mindeststandards festzulegen. In der ersten Phase der EU-Asylharmonisierung wurden Richtlinien mit Mindeststandards verabschiedet, sie kommen in den Mitgliedstaaten zur Anwendung. Die Schweiz wird den EU-Asyl-Acquis zunehmend berücksichtigen müssen.
Die vorliegende Studie vergleicht das schweizerische Flüchtlingsrecht mit den europäischen Rechtsnormen. Darüber hinaus wird die Vereinbarkeit des Schweizer Rechts und des europäischen Rechts mit internationalen Standards überprüft, wie sie die Genfer Flüchtlingskonvention und andere Menschenrechtsinstrumente festlegen.
Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR (Hrsg.), Schweizer Asylrecht, EU-Standards und internationales Flüchtlingsrecht, Eine Vergleichsstudie, Stämpfli Verlag, Bern 2009, 562 Seiten, ISBN 978-3-7272-9529-4.
Die Revisionen des Asyl- und Ausländergesetzes traten gestaffelt in 2007 und 2008 in Kraft. Mit den Schengen/Dublin-Assoziationsabkommen gelangt auch die Dublin-II-Verordnung unmittelbar zur Anwendung in der Schweiz.
Das vorliegende Handbuch vermittelt einen Überblick über den aktuellen Stand der Schweizer Gesetzgebung zum Asyl- und Wegweisungsverfahren.
Es richtet sich an Rechtsvertreterinnen und Rechtsvertreter von Asylsuchenden, an Mitarbeitende der Hilfswerke und Behörden sowie an alle Personen, die für ihre Arbeit auf ein verlässliches und umfassendes Standardwerk zum Asyl- und Wegweisungsverfahren angewiesen sind.
Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH (Hrsg.), Handbuch zum Asyl- und Wegweisungsverfahren, Haupt Verlag, Bern 2009, 329 Seiten, ISBN 978-3-258-07376-7.
Neun ehemalige Flüchtlinge aus Tibet, Vietnam, Chile, Tschechien, Ungarn, Polen, Bosnien, Somalia und dem Iran erzählen von ihrem Heimatland, der Flucht und ihrem heutigen Leben in der Schweiz.
Diese Lebensgeschichten, aufgezeichnet von Michael Walther, lassen den Ruf nach einer Wiederaufnahme der Neuansiedlung als Ausdruck der humanitären Tradition der Schweiz laut werden. Wie die Aufnahme von Flüchtlingsgruppen früher aussah und wie sie heute gestaltet werden könnte, darüber geben Beiträge des UNHCR und des Schwedischen Migrationsamtes sowie ein historischer Abriss, verfasst von Michael Walther, Auskunft.
Auf 48 mit bunten Aquarellen illustrierten Seiten behandelt das Bilderbuch von Anne-Lise Thurler und Maté Mermoud auf sensible und kindgerechte Weise den Themenkreis Flucht und Asyl, Aufnahme und Integration. Inklusive CD und Begleitheft.
Das Buch ist im Jahr 2000 mit dem «Prix Planète Bleue» ausgezeichnet worden.
Anne-Lise Thurler, Maté Mermoud, Lumina und Pangolin im Land der Krokodile, Lehrmittelverlag des Kantons Zürich, Zürich 1998, 47 Seiten, dazu 1 Arbeitsheft und 1 CD, ISBN 3-906720-20-9.
Das Buch porträtiert 16 Personen, die mit ihren Testamenten gemeinnützige Organisationen begünstigen. So wird etwa die bewegende Lebensgeschichte von Klaus Appel erzählt, der als 14-Jähriger in einem der letzten Kindertransporte 1939 aus Deutschland flüchten konnte. Das Buch, das auch einen Ratgeberteil enthält, motiviert Menschen, ihre Werte über den Tod hinaus wirken zu lassen.
Muriel Bonnardin (Hrsg.), Geld & Herzblut – 16 Menschen und ihr Testament, Kontrast Verlag, Zürich 2008, 136 Seiten, 34 Fotografien, ISBN 978-3-906729-62-6.