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Wie kann Integration gelingen?

Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene erhalten in der Schweiz zu Recht Schutz. Im Gegenzug bieten sie uns Kompetenzen und Berufserfahrung, Motivation und Engagement. Was ihnen fehlt, ist breite gesellschaftliche Akzeptanz. Dafür setzen sich die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH und das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR ein.

Die berufliche Integration ist eine solide Basis für die gesellschaftliche Integration – und umgekehrt. Wer gesellschaftlich gut integriert ist, steigert seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Bei der Arbeitssuche müssen Flüchtlinge die gleichen Hürden überwinden, die auch für Schweizerinnen und Schweizer beim Einstieg in die Berufswelt gelten. Oft sind die Hürden sogar noch höher: Ihre im Herkunftsland erworbenen Diplome werden teilweise in der Schweiz nicht anerkannt, und Bewerbungsschreiben mit fremd klingendem Absender haben weniger Aussicht auf Erfolg. Um im Wettbewerb dennoch bestehen zu können, greifen Flüchtlinge auf ihre eigenen Ressourcen zurück: Lebenserfahrung, Talente, Kompetenzen, Lernfähigkeit und Motivation.

Unbegründete Vorbehalte

Die Befürchtung Arbeitgebender, dass Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene das Land bald wieder verlassen müssen, ist meistens falsch. Das grössere Problem sind häufig vage, unbegründete Vorbehalte. Hier braucht es mehr Mut, guten Willen und die Beratung verschiedener Organisationen aus dem Flüchtlingsbereich wie der SFH.

Flüchtlinge haben Kompetenzen und Talente

Wenn man uns Schweizerinnen und Schweizer in ein Klischee presst, wehren wir uns zu Recht. Das hindert uns leider nicht daran, Flüchtlinge allzu oft zu pauschalisieren. Flüchtlinge sind aber keine homogene Gruppe. Sie unterscheiden sich nach Kultur, Herkunft, Alter, Sprachkenntnissen, Talent, Ausbildung, Qualifikationen, beruflicher Erfahrung, Kenntnissen der hiesigen Arbeitssituation, Aufenthaltsdauer usw. Viele bringen viel Potenzial mit, das der Schweiz nützt, sofern es auch erkannt wird. Es ist daher wichtig, auf die brachliegenden Ressourcen hinzuweisen, diese zu nutzen und gezielt zu fördern.

Chancengleichheit und Integration

Voraussetzung für eine gelungene Integration ist die Chancengleichheit bei Bildung, Wohnen, Arbeit und Freizeitgestaltung. Die SFH fördert den Kontakt zwischen allen Bevölkerungsgruppen, ermutigt Flüchtlinge, sich in Kirchgemeinden, Schule oder in Vereinen zu engagieren und aktiv den gesellschaftlichen Kontakt in der Schweiz zu suchen. Dadurch rücken Gemeinsamkeiten in den Vordergrund, was einen ersten Schritt in Richtung Integration darstellt.

Was können Sie als Arbeitgebende tun?

Als Arbeitgebende können Sie Praktikums-, Lehr- und Arbeitsstellen mit Flüchtlingen besetzen – natürlich nur, wenn alle beruflichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Sie können die Erfolgschancen für den Betrieb erheblich erhöhen, wenn Sie eine spezielle Begleitung von Flüchtlingen durch eine Mentorin, einen Mentor oder eine Fachstelle in Anspruch nehmen. Die Anstellung eines Flüchtlings bedeutet für Arbeitgebende keinen zusätzlichen Aufwand. Nur die Lohn- und Arbeitsbedingungen müssen den orts- und branchenüblichen Verhältnissen entsprechen.

Was können Sie als Privatpersonen tun?

Engagieren Sie sich in Quartier- und Nachbarschaftsprojekten, unterstützen Sie Flüchtlinge privat bei der beruflichen und gesellschaftlichen Integration, indem Sie Nachbarn aus dem Ausland beispielsweise in Ihren Verein einladen. Unterstützen Sie staatlich unabhängige Organisationen wie die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH, die sich für die Rechte und Anliegen der Flüchtlinge einsetzen und Integrationsprogramme fördern.

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