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Bildung und Arbeit auch für Flüchtlinge

Flüchtlinge mussten alles zurücklassen – ausser ihrem Talent. Sie bringen Fähigkeiten mit und verdienen eine Chance, sich in der hiesigen Arbeitswelt zu bewähren. Zum Gewinn für uns alle.

Der Einstieg ins Berufsleben ist für niemanden einfach. Fachliches Know-how, Sachkenntnisse und Berufsroutine – Qualifikationen, welche die Position der Arbeitnehmenden auf dem gegenwärtig angespannten Arbeitsmarkt wesentlich verbessern – erwirbt man sich in der Ausbildung und nach und nach mit wachsender Berufserfahrung.

Flüchtlinge haben oft zusätzliche Hürden zu überwinden: die Verarbeitung einschneidender, traumatischer Erlebnisse wie Krieg, Folter oder sexuelle Gewalt, soziale und kulturelle Unterschiede sowie Sprachschwierigkeiten. Auch Vorurteile und Diskriminierungen machen es ihnen schwer, einen für sie geeigneten Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.

Individuelle Begleitung

Besonders wichtig ist deshalb eine spezifische Beratung und Begleitung der Flüchtlinge, die über die übliche Unterstützung der Sozialdienste und der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) hinausgeht: zum Beispiel Sprachkurse und den besonderen Bedürfnissen der Flüchtlinge angepasste Lern- und Stützangebote.

Neben der Arbeit der Integrationsfachstellen ist der Einsatz von freiwilligen Mentorinnen und Mentoren bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt besonders hilfreich und Erfolg versprechend. Das können beispielsweise Fachkräfte im Ruhestand sein, die den Flüchtlingen dank ihrer Kenntnisse, Erfahrungen und Beziehungen wertvolle Tipps geben und die entscheidenden Türen öffnen können.

Auch Arbeitgebende profitieren von der Arbeit dieser Freiwilligen, weil deren Einsatz mit der Anstellung von Flüchtlingen nicht endet, sondern so lange weiter geht, bis die Integration der neuen Mitarbeitenden in den Betrieb vollzogen ist – eine positive Erfahrung für alle Beteiligten.

Was können Sie tun?

Als Unternehmen oder Institution können Sie Praktikums-, Lehr- und Arbeitsstellen gezielt mit Flüchtlingen besetzen. Natürlich tun Sie dies nur, wenn dafür alle Voraussetzungen gegeben sind. Heute finden die meisten Beschäftigung im Gastro-/Hotelbereich, in der Industrie, auf dem Bau und im Reinigungsgewerbe. Flüchtlinge bringen aber viele Talente mit, die sie auch für andere Berufszweige qualifizieren.

Als Privatperson können Sie Hilfswerke und Non-Profit-Organisationen unterstützen, die sich für die Rechte und Anliegen von Flüchtlingen stark machen und Integrationsprogramme anbieten. Oder als freiwilliger Mentor, freiwillige Mentorin einen Flüchtling bei seiner beruflichen Integration begleiten.

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