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Eröffnungsfeier

Mit Reden, musikalisch-kulturellen Einlagen und einem Fussballspiel haben die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH und das Bundesamt für Migration BFM am 20. Juni in Basel gemeinsam den Tag des Flüchtlings 2008 feierlich eröffnet. Die schweizweite Sensibilisierungskampagne für die Rechte und Anliegen der Flüchtlinge rückt dieses Jahr das Thema «Integration» in den Mittelpunkt.

Eröffnungsfeier 2008 - GastpersonenDr. Guy Morin, Regierungsratspräsident des Kantons Basel-Stadt, stellte in seiner Grussbotschaft das Basler Integrationsleitbild vor, das landesweit einen guten Ruf geniesse und immer wieder als Modellbeispiel herangezogen werde. Die Eckpfeiler der Basler Integrationspolitik: Welcome-Kultur, Frühförderung, Bildungsangebote und eine Politik nach dem Motto «Fördern und Fordern ab dem ersten Tag».

«Gegenseitige Bereitschaft für Integration»

Elisabeth KoppDie Hauptreferentin, Alt-Bundesrätin Elisabeth Kopp, betonte in ihrer Rede die Notwendigkeit der gegenseitigen Bereitschaft für die Integration. Schon 1956 sei die Integration der Ungarinnen und Ungarn nur möglich gewesen, weil der dazu nötige Wille der Flüchtlinge wie auch von Schweizerinnen und Schweizern vorhanden war. Nur so könne Integration gelingen. «Das gilt heute genauso wie damals», unterstrich die ehemalige Justizvorsteherin.

Eines der grossen Ziele der schweizerischen Integrationspolitik sei die Chancengleichheit, sagte Mario Gattiker, Vizedirektor des Bundesamtes für Migration BFM. In der Schweiz lebten rund 1,5 Millionen Ausländer, 23’000 seien als Flüchtlinge anerkannt, weitere 23’000 seien vorläufig aufgenommen. Für die Integrationsförderung dieser Personen sei zwar ein ganzes Massnahmenpaket verabschiedet worden, betonte Gattiker. Um dieses Ziel zu erreichen, seien aber alle gefordert.

Zum Abschluss rollte der Ball

FussballspielDer Chor der Nationen, ein Integrationsprojekt aus dem Kanton Solothurn, begeisterte mit Liedern aus den Heimatländern der Sängerinnen und Sänger. Die Musik- und Tanzgruppe Baye Magatte führte die Gäste in die Welt der Rhythmen und Melodien der traditionellen Musik aus Senegal. Zum Abschluss rollte der Ball: Flüchtlinge, Politikerinnen und Politiker sowie Behördenmitglieder trafen sich zu einem Fussballmatch, bei dem die Fairness im Vordergrund stand.

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Franz Hohler (Foto: Christian Altorfer)

Franz Hohler, Schriftsteller, Zürich
«Eigentlich habe ich Phantasie, lebe sogar davon, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass ich beispielsweise in Eritrea um Asyl und Arbeit nachsuchen müsste und mit lauter andern Europäern zusammen in einer Asylunterkunft wäre.»

 
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