Auftaktveranstaltung
Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema Integration und mit Rap von Greis haben die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH und das Bundesamt für Migration BFM am 15. Mai 2008 in der Französischen Kirche in Bern den diesjährigen Flüchtlingstag lanciert.
Podiumsdiskussion: «Chancen und Hindernisse der Integrationsförderung»
Heidi Stock, Abteilungsleiterin Bereich Hauswirtschaft im Inselspital und Projektleiterin «Deutschkurse» für fremdsprachige Mitarbeitende, betonte, dass sie keine fremdsprachigen Mitarbeitenden zu Sprachkurse verpflichten müsse. Die Teilnehmenden kämen aus eigener Motivation.
Der Berner Rapper Greis erlebte als Kind, was es heisst, als Romand ohne Deutschkenntnisse in Bern die Schule zu besuchen. Er hob hervor, dass nicht nur die Migrantinnen und Migranten gefördert werden müssen, sondern dass auch die Mitarbeit der Schweizer Bevölkerung gefordert werden darf.
Ricardo Lumengo, Nationalrat und ehemaliger Flüchtling aus Angola, der selber acht Sprachen spricht, sieht nebst dem Erlernen der Sprache die Förderung von Begegnungen zwischen Migrantinnen und Migranten und der lokalen Bevölkerung als zentraler Punkt für die Integration.
Moderiert wurde das Podium von Regula Zürcher, der Informationsverantwortlichen im Bereich der Integration, Bundesamt für Migration BFM.
Politrapper ohne erhobenen Zeigefinger: Greis begeisterte das Publikum mit zwei eindringlichen Songs: «Teil vo dr Lösig» und «Nur 1 Tropfe».
Ausstellung «L’Autre.ch»
Ebenfalls am 15. Mai wurde die Ausstellung «L’Autre.ch» eröffnet. Das Tandem G’ecko, zwei engagierte Frauen aus Lausanne, gibt auf grossformatigen Plakaten das Wort den Migrantinnen und Migranten. Diese erzählen von ihren Gründen, warum sie ihr Heimatland verlassen haben, von ihren Reiserouten, ihrer Ankunft in der Schweiz und ihrem Einleben im Empfangsland.











