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Eröffnungsveranstaltung

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey eröffnete den nationalen Tag des Flüchtlings 2007, der unter dem Motto «Stopp Ausgrenzung» stand. Anlässlich der Eröffnungsfeier forderte die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH die Wiederaufnahme von Kontingentsflüchtlingen, faire Verfahren für Schutzsuchende sowie einen respektvollen Umgang mit Flüchtlingen.

Micheline Calmy-Rey«Ausgrenzung beginnt damit, wie wir über andere sprechen. Reden wir nicht über sondern miteinander.» Mit diesen Worten forderte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey anlässlich der Eröffnungsfeier zum Tag des Flüchtlings die Bevölkerung auf, für mehr Respekt und Offenheit gegenüber Flüchtlingen und Asylsuchenden einzustehen.

Beat Meiner, SFH-Generalsekretär, zeigte in seiner Begrüssungsrede auf, dass Europa für Schutzsuchende zur schier unerreichbaren Festung geworden ist. Schaffen es Flüchtlinge bis in die Schweiz, so erwartet sie hier eines der härtesten Asylgesetze Europas. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe wird sich deshalb umso mehr für die Anliegen der Flüchtlinge und für eine humane Asylpolitik einsetzen. Dies soll mit dem diesjährigen Motto «Stopp Ausgrenzung» klar zum Ausdruck kommen.

Fuada Hatkic-TerzicFür die Integration ist der Staat ebenso verantwortlich wie jede(r) einzelne Bürger(in), jede Firma, jede Gemeinschaft und jeder Flüchtling. Diese Botschaft vermittelten zwei Flüchtlings-Frauen, die selbst Ausgrenzung und Integration erlebt hatten. Frau Hava Shala-Gerguri aus dem Kosovo berichtete, wie gut die Koordinationsstelle für Integration in Winterthur sie bei ihrem Einleben in der Schweiz unterstützt hatte. Frau Fuada Hatkic-Terzic, ursprünglich aus Bosnien-Herzegowina, zeigte sich überzeugt, dass, wenn sich alle bemühen einander besser kennen zu lernen, es bald keinen grossen Unterschied zwischen SchweizerInnen und MigrantInnen mehr geben wird.

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Meine Meinung
Franz Hohler (Foto: Christian Altorfer)

Franz Hohler, Schriftsteller, Zürich
«Eigentlich habe ich Phantasie, lebe sogar davon, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass ich beispielsweise in Eritrea um Asyl und Arbeit nachsuchen müsste und mit lauter andern Europäern zusammen in einer Asylunterkunft wäre.»

 
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