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Flüchtlingstag 2009

«Das sind doch alles Lügner.» Oder: «Das sind doch alles Dealer.»: Solchen Vorurteilen will die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH anlässlich des Flüchtlingstages vom 20. Juni 2009 entgegenwirken. Die Sensibilisierungskampagne soll dazu anregen, über Vorurteile, die nicht nur am Stammtisch, im Tram oder beim Einkaufen zu hören sind, nachzudenken.

Plakatsujets 2009

Vorurteile werden oft einfach übernommen, ohne dass die wahren Fakten bekannt sind. So werden Menschen regelrecht abgestempelt. Durch Vorurteile werden – noch vor einer persönlichen Begegnung – Bilder zementiert. Oft verunmöglichen Vorurteile eine offene Begegnung mit fremden Personen. Flüchtlinge und Asylsuchende sind von pauschalisierenden Aussagen und Vorurteilen besonders betroffen.

Dabei wird offenbar vergessen, dass viele dieser Menschen in ihrem Heimatland bedroht sind. Unter schwierigsten Umständen mussten sie fliehen, alles zurücklassen – oft auch die eigene Familie – und in einem anderen Land um Asyl nachsuchen.

Chance für Neuanfang

Menschen, die eine Flucht, den Abschied oder Verlust von allem Liebgewonnenen auf sich genommen haben, sind meist Menschen, die mit voller Kraft von vorne anfangen wollen und können. Erhalten sie die Chance, sich in der Schweiz zu integrieren, engagieren sie sich oft im wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Umfeld. Übrigens: Der ehemalige Flüchtling Ricardo Lumengo sitzt seit dem Jahr 2007 sogar im Nationalrat.

Wir stellen Ihnen in unseren Porträts vier Flüchtlinge vor: Herr Hailu Gizaw, Äthiopien, Frau Thiêng Ly-Dinh, Vietnam, Herr Farhad Manbary, Iran, und Frau Hozan Muhamed, Irak.

Flüchtlingstag: Die Veranstaltungen im Überblick

  • Weltflüchtlingstag, Samstag, 20. Juni 2009
  • Nationaler Flüchtlingstag, Samstag, 20. Juni 2009
  • Flüchtlingssonntag, Sonntag, 21. Juni 2009

Alle Veranstaltungen zum diesjährigen Flüchtlingstag im Detail.

Für eine finanzielle Unterstützung des Flüchtlingstags danken wir Ihnen herzlich.

Weiterführende Informationen

 

Der Flüchtlingstag 2009 wird unterstützt von

 

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Meine Meinung
Franz Hohler (Foto: Christian Altorfer)

Franz Hohler, Schriftsteller, Zürich
«Eigentlich habe ich Phantasie, lebe sogar davon, aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass ich beispielsweise in Eritrea um Asyl und Arbeit nachsuchen müsste und mit lauter andern Europäern zusammen in einer Asylunterkunft wäre.»

 
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